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19. Juli
2026
Der fröhliche Tausch! Blog-Post Bild

Der fröhliche Tausch!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

„Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.“ 2.Korinther 5,21

Man könnte auch übersetzen, den der Sünde nicht kannte hat er für uns zur / in (die) Sünde gemacht.
Bis zum heutigen Tag gibt es Christen, die nicht wahrhaben wollen, dass Jesus der Christus, der Messias, für unsere Sünden und unsere Schuld gelitten hat. Dass Gott Sünde nicht ungestraft sein lassen kann, dass er zornig ist über die Welt, die ihm im Großen und Ganzen den Rücken gekehrt hat, und dies immer wieder bewusst tut, bis zum heutigen Tag.
Sie sagen, ja Jesus ist für uns gestorben, weil er dadurch unsere menschliche Natur mit Gott versöhnen wollte, sie wieder zur Einheit bringen wollte. Und das hört sich seit der Zeit der frühen Christen für manche gut an. Besser als die Aussage, dass Jesus den Zorn Gottes stillen musste und wollte. Da ist ein Körnchen Wahrheit drin, Jesus starb, um uns mit Gott zu versöhnen und uns in seinen neuen Leib zu integrieren, uns zu einem Teil von ihm zu machen. Aber das wäre unmöglich, wenn unsere Schuld ungesühnt, unsere Vergehen noch nicht gerichtet worden wären. Dass wir eine neue Natur bekommen, die mit Gott kommunizieren kann, ist nur möglich, wenn das Sündenproblem und die Feindschaft mit Gott gelöst ist. Und das geschieht, nur wenn wir uns vertrauensvoll in den Tod Jesu mit hineinnehmen lassen, in dem wir an ihn glaubend, uns in seinen Tod hinein taufen lassen um mit ihm dann aufzuerstehen.
Jesus hat nicht nur unsere Sünde getragen, sondern er ist zur Sünde gemacht worden, damit die Sünde als Macht selbst gerichtet werden kann. Mit dem Tod Jesu hat sie über diejenigen, die mit Jesus gestorben sind, keine Macht mehr.
Jesu Tod war deshalb so vernichtend für die Sünde, weil er völlig sündlos war. Bis zu dem Zeitpunkt an dem er ans Kreuz genagelt wurde, hatte er keine Gemeinschaft mit der Sünde, sie war bis dahin kein Bestandteil seines Lebens. Natürlich hatte er die Sünde und ihre absolut destruktive Wirkung um sich im Leben der Menschen mit denen er zu tun hatte erlebt. Aber er hatte keine Sünde in sein Leben in sein Denken, in seine Gefühle und seine Entscheidungen hineingelassen. Er hatte ihr zu keinem Zeitpunkt seines Lebens Zutritt gegeben. Aber in dem Moment, wo er am Kreuz hing, hing die Sünde aller Menschen an ihm. Sie hüllte ihn ein und Gott der Vater musste sich von ihm abwenden, weshalb Jesus diese schmerzhafte Erfahrung machen musste, dass Gott, der Vater, ihn verlassen hatte.
Und dennoch sündigte er nicht, auch in dieser absoluten Gottverlassenheit, bat er für seine Feinde, regelte seine Familienangelegenheit, gab dem Mit-Hingerichteten einen ewigen Trost und befahl seinen Geist dem Vater an.
Die Theologie spricht von dem seligen / fröhlichen Tausch, der hier stattgefunden hat, in dem Jesu Gerechtigkeit uns zugerechnet wird und unsere Sünde Jesus zugerechnet wird und er dafür stirbt.
Manche denken, dass das ungerecht sei.
Das ist es nur dann, wenn Gott jemanden leiden lässt, der das nicht gerne und freiwillig tut, wenn er jemanden dazu verurteilt. Aber Jesu tat das, was er tat, aus Liebe zur Welt.
In Joh. 3:16 lesen wir, dass Gott die Welt so sehr oder auf diese Weise geliebt hat, in dem er seinen eigenen, einzigen Sohn gegeben hat, damit alle, die an diesen Sohn glauben, nicht in die ewige Verdammnis müssen, sondern stattdessen ewiges Leben bekommen.
Der dreieinige Gott hat die Welt geliebt, nicht nur Gott der Vater. Alle drei Personen der göttlichen Trinität liebten diese Welt und wollten ihre Menschen retten, denn sie waren einst im Bild dieses dreieinigen Gottes geschaffen worden. Gott will sein Abbild nicht verloren geben, nicht aufgeben, selbst wenn es nichts von ihm wissen will.
Daher war er sich einig, dass Jesus die Stelle des Sühneopfers einnehmen muss, damit eine Erlösung klappen kann. Damit nicht nur Schuld gesühnt, sondern die Natur des Schuldners verändert wird und er wieder, erlöst von der Herrschaft der Sünde, fähig, ohne zu sündigen, für und mit Gott leben können sollte.
Jeder, der an Jesus Christus glaubt, bekommt diese neue Natur und mit ihr auch das ewige Leben.

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12. Juli
2026
Die Zeichen der Zeit! Blog-Post Bild

Die Zeichen der Zeit!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 2.Korinther 4,8

Regelmäßig und immer häufiger sind ähnliche Überschriften zu lesen
•„ARD: Radikale Christen in Deutschland · Kreuzzug von rechts
•Deutschlandfunk: Radikale Christen und die Lebensschutz-Bewegung
•Domradio: Laut Soziologin sind radikale Christen durch Vereinfachung erfolgreich "Differenzierte Positionen werden verdrängt" 
•Monitor /WDR: Radikale Christen auf dem Vormarsch?
•Spiegel TV: Radikale Christen - Hass im Namen des Herrn 
•DW: AfD und radikale Christen: Traum von anderer Gesellschaft
•ARD: Wie die AfD das Christentum für sich nutzt
•Deutschlandfunk: Die „Lebensschützer“ Wie radikale Christen die Politik beeinflussen“
In dem Artikel „Evangelikale Lobby - Wenn radikale Christen den Schnitt diktieren“ berichtet die TAZ darüber, dass Spiegel TV in oben genannten Beitrag, Teile des Betrags herausgeschnitten habe, weil es vor den Evangelikalen eingeknickt sei. Beschwerden des ICF München gegen den Beitrag, in dem die Autoren im genannten Beitrag dem ICF vorwarfen „gegen Abtreibung gehetzt“ zu haben, hatten wohl die erhoffte Wirkung. Die TAZ berichtet darüber, und schreibt:
„Das rechts-evangelikale Magazin „Idea“ hat zu der Causa den Pressesprecher der ICF befragt. Der sieht die erfolgte Löschung als Ermutigung, „auch künftig entsprechend auf eine etwaige Berichterstattung zu reagieren, wenn es notwendig“ sei. Ein Eins-zu-null gegen den kritischen Journalismus.“
IDEA ist ein evangelikales Nachrichtenmagazin, es aber als rechts zu framen, heißt es in die rechte politische Ecke zu stellen, und das ist bei vielen (leider auch bei evangelikalen Christen) dann schon rechtsradikal, weil rechts ja schon bedenklich ist.
In den Bundestagsnachrichten vom 1.6.26 ist zu lesen
Inneres — Kleine Anfrage — hib 441/2026 Christlicher Fundamentalismus mit Extremismus-Bezügen - Berlin: (hib/STO) „Mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus in Deutschland“ thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (21/6166). Darin erkundigt sie sich unter anderem danach, welche Erkenntnisse der Bundesregierung zu Umfang, Struktur und Gefährdungspotenzial christlich-fundamentalistischer Milieus mit Bezügen zum Extremismus in Deutschland vorliegen.
Der Tagesspiegel schreibt dann zur Antwort der Regierung auf diese Anfrage:
„Religiöser Deckmantel für Extremismus: Verfassungsschutz beobachtet AfD-Kontakte von christlichen Influencern.“ Der Verfassungsschutz beobachtet Gruppen, die christliche Motive nutzen, um extremistische Ideologien zu verbreiten. Teilweise soll es Verbindungen zur AfD geben, erklärt die Bundesregierung.
Wenn man diese Überschriften und Signale sieht, dann sollte uns das bedenklich stimmen. Der Ton und die Einordnung der Christen, mit denen auch wir gemeint sind, wird rauer und schroffer.
Inhalte wie Lebensschutz, Ehe nach biblischen Maßstäben und einem entsprechenden Rollenverständnis, Erziehung entsprechend dem biblischen Menschenbild, klare Verkündigung des Evangeliums mit dem Aufruf zur radikalen Umkehr und Ausstrecken nach dementsprechend verändertem Lebensstil, sind verdächtig, rechtsradikal zu sein.
Die Staatsreligion und -ideologie der „Wokeness“ und der „Political Correctness“ verträgt es nicht, wenn ihr widersprochen wird. Widerspruch ist demokratiegefährdend. (Erkennt jemand hier ein Problem?)
Wir können nun, wie dies viele zu Coronazeiten getan haben, den Staat, entsprechend Römer 13, zur alles rechtfertigenden von Gott ja eingesetzten Institution machen, und uns willig dem unterordnen, oder für uns entscheiden: Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.
Der Staat mag unsere Steuern haben, wir halten uns an die Gesetze, wie z.B. Straßenverkehrsordnung etc.
Aber, Gott allein ist HERR meines Glaubens, meines Gewissens, meiner Werte und den daraus resultierenden Handlungen. Der dreieinige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist ist allein die Autorität, wenn es um ethisch- moralische Werte geht. Und wenn er in seinem Wort diese klar definiert, dann kann kein Staat und kein Kanzler und kein Präsident, keine Verfassung und ihre Gerichtsbarkeit von uns etwas anderes verlangen dürfen. Sie mögen es versuchen, aber als Christen beugen wir unsere Knie nur vor dem dreieinigen Gott.
Und das kann uns in die Situation bringen, von der auch Paulus schreibt:

»Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht: "Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden." 37 Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.«
Röm 8:35-37

Die Bedrängnis kann von staatlicher, gesellschaftlicher und sogar religiöser Seite kommen. Ja sogar von denen, die eigentlich für uns sein sollten, die christlichen Kirchen. Aber, wir sind in dem allem weder alleine noch auf der Verliererstraße. Unser Weg ist vorgezeichnet, wir werden mit Jesus in der Ewigkeit sein, selbst wenn wir hier verfolgt werden.

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05. Juli
2026
Gottes rettende Gnade Blog-Post Bild

Gottes rettende Gnade

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8

In der Kolumne vom 21.6. ist uns der Zorn Gottes begegnet, den wir gerne verschweigen würden, von dem wir gerne nichts wissen würden. Aber unser Gott ist mehr als liebend, mehr als zornig. Er ist auch ein gnädiger Gott. Einer der Psalmen, die sein Heiliger Geist inspiriert hat, handelt von dieser Gnade. In Psalm 136 wiederholt Gott seine Aussage „denn seine Gnade währt / ist ewig“ 26x.
Ich hatte eine Diskussion, in der es um die Frage ging, wie oft im Lobpreis eine Zeile, ein Satz, wiederholt werden kann, bevor es bedenklich wird.
Wer sich den Psalm anschaut, wird sehen, dass die Aussage „denn seine Gnade ist ewig“ immer den Abschluss von jeweils verschiedenen Schilderungen bildet. Sie ist wie der Refrain in einem Lied.
Was dieser Psalm ausdrückt: Des Allmächtigen Gnade ist in allen Lebenslagen wirksam, so wie sie in der Geschichte des Volkes Israel sich gezeigt hat. Und wer diese Geschichte gelesen hat, die bei Abraham beginnt und bei Jesus endet, der weiß, wie sehr und wie lange Gott seinem Volk gnädig war und ist.
Viele wollen mit dem Gott des alten Testamentes nichts zu tun haben, weil dort so blutrünstige Berichte drin stehen. Es gibt genau drei Situationen, die man „Gott vorhalten kann“, wenn es um das Blutvergießen geht. Die Sintflut, Sodom und Gomorrha und der Vernichtungskrieg gegen die Kanaaniter.
Aber alle drei Situationen sind Vorboten des Gerichts, das Gott der ganzen Welt ankündigt, weil er Sünde nicht ungestraft sein lassen kann. Er wird, wenn Jesus wieder kommt, jeden Mann und jede Frau, jedes Kind und jeden Alten, jeden Freien und jeden Unfreien zur Rechenschaft ziehen für sein Leben und Handeln.
Kein Unrecht bleibt ungesühnt, egal wie sehr sich die Übeltäter heute in Sicherheit wiegen mögen.
Jedoch bis dahin ist Gott gnädig und bietet uns im stellvertretenden Erblösungsopfer seines Sohnes Jesus, dem von den Juden erwarteten und erhofften Messias, seine Vergebung und seine Versöhnung an.
Schon Petrus schreibt in einem seiner Briefe, dass die Leute spotten und Fragen, wo denn das Ende ist? Es ist näher als wir denken, aber für jeden noch weit genug entfernt, dass er jetzt Buße tun d.h. umkehren kann und die angebotene Gnade in Anspruch nehmen kann.
Denn das persönliche Ende kann schneller kommen als das Weltende. Es kann so überraschend eintreffen, dass wir, selbst wenn wir uns vorgenommen haben, dass wir, bevor es ans Sterben geht, noch mit Gott ins Reine kommen wollen, es nicht mehr können.
„Du machst mir Angst“ wirst du sagen!
Nein, ich mache dir nicht Angst. Die Zahl der täglichen tödlichen Herzinfarkte oder Unfälle führt uns vor Augen, dass es von einem Moment auf den anderen zu Ende sein kann. Und dann kann uns nichts mehr retten. Denn das Fegefeuer ist eine Erfindung der Menschen, die nicht wahr haben wollen, dass der Tod alles besiegelt, die sich noch ein Hoffnungsfenster offen halten wollen. Aber, die Bibel kennt kein Fegefeuer.
Es gibt nur zwei Feuer. Das eine Feuer ist ein Bild, das der Apostel Paulus gebraucht, um deutlich zu machen, dass nur ewige Werte, unsere Schätze im Himmel, den Test des Feuers überstehen werden. Und diese Werte bleiben, selbst wenn uns das Feuer, meinetwegen des Scheiterhaufens, alles nimmt. Das zweite Feuer ist das Feuer des Feuersees, in den alle widergöttlichen Mächte und Menschen nach dem Urteil geworfen werden und von dem es kein entrinnen gibt.
Du kannst den Gott der Christen als einen schwachen Gott verachten, weil er gnädig ist, weil er lange Geduld übt, weil er den Christen Liebe statt Hass, Sanftmut statt Rebellion, Geduld statt Unduldsamkeit, Freundlichkeit statt Aggression schenkt. Aber das alles tut er nur um dich durch seine Güte zur Umkehr zu leiten. Und wenn du nicht umkehrst, wirst du am Ende um jede Ausrede verlegen sein, du wirst keine haben.
„Du hättest mehr Zeit gebraucht, die Christen hätten mehr ihren Gott repräsentieren sollen usw.“ Egal welche Ausrede du bringen wirst, sie wird vor dem unbestechlichen gerechten Gericht Gottes keinen Bestand haben. Dort wird es für dich keine Gnade mehr geben.
Für die Menschen, die jetzt ihre Zuflucht zu diesem gnädigen Gott genommen haben, wird dagegen die Gnade nie enden, sie wird tatsächlich ewiglich sein, denn sie ist jetzt und in Ewigkeit, Fundament ihrer Existenz.

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28. Juni
2026
Welche Last trägt wer? Blog-Post Bild

Welche Last trägt wer?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Würde der erste Teil des Verses ohne Angaben seiner Herkunft als Überschrift eines Artikels oder Posts stehen, würde man da wahrscheinlich eine Aufforderung eines unserer heute regierenden Politikers vermuten.
Es geht ja um die Solidargemeinschaft. Die soll, weil wir in Deutschland noch so reich sind (von wem reden die denn?), die Lasten gemeinsam tragen, die durch die hinter uns liegende Corona-Krise, die Migration der Armuts- und Kriegsflüchtlinge und die Opfer der globalen Klimakrise entstanden. Sie soll Verzicht lernen, mehr leisten und länger arbeiten.
Wenn man den Bibelvers liest, dann stellt man fest, dass der Kontext ein anderer ist. Dort geht es in Vers 1 um jemanden, der von einem Fehltritt übereilt wurde. Jemand der durch eigenes Verschulden in Sünde geraten ist. Ihm soll geholfen werden, dass er wieder aus dieser Situation rauskommt. Es kann sein, dass er im wahrsten Sinne Schuld auf sich geladen hat und da alleine nicht wieder herauskommen kann.
Und in dieser Situation kann es sein, dass wir die Last, die Bürde eines Bruders oder einer Schwester mittragen.
Dass wir ihm helfen aus den Schulden heraus zu kommen, durch zinslose Darlehen, Beratung im Umgang mit den Finanzen, Kündigung von unnötigen Verträgen, Reduzierung des Lebensstils, Beschaffung von Arbeit etc..
Oder, wenn z.B. in einer nichtehelichen Beziehung ein Kind entsteht, und in diesem Fall die Mutter alleine da steht, braucht sie Hilfe, denn oft kann sie es alleine nicht schaffen. Sie möchte trotz ihrer Mitschuld ihr Christsein weiter leben und in die Gemeinde kommen und braucht unsere Wiederannahme ohne Verurteilung, auch wenn die Situation seelsorgerlich aufgearbeitet werden muss.
Es geht also nicht um eine Hängematte, in die ich mich nach Belieben hineinfallen lassen kann, weil die anderen ja verpflichtet sind mich mitzutragen.
Die Schrift ist, was die Eigenverantwortung angeht, sehr deutlich. Paulus schreibt, dass wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.(2.Tim. 3:10) Ein Prinzip, das wir übrigens schon unsere Kinder lehren können, wenn es um die Beteiligung an der Hausarbeit geht.
Paulus spricht in V. 5 davon, dass jeder seine eigene Bürde tragen soll. Das hier verwendete Wort „Phortion“ bedeutet so viel wie „eine Last; die Ladung eines Schiffes, die Frachtrechnung eines Schiffes, die Dienstleistung“. Es geht also um die Eigenverantwortung, in die immer weniger Menschen genommen werden.
Wenn das Leben schwer ist, dann ist es so, weil die Umstände, die Familie, die Kindheitsgeschichte, die Gesellschaft usw. Schuld sind, und mir nicht das gegeben haben, was ich eigentlich gebraucht habe.
Es ist schon etwas her seit der Begriff „Snowflakes“ in den Sprachgebrauch gekommen ist. Übersetzt heißt er „Schneeflocken-Mentalität“ und beschreibt: … Menschen, denen eine mangelnde emotionale Belastbarkeit (Resilienz), ein übersteigertes Empfindlichkeitsgefühl und der Wunsch nach Sonderbehandlung unterstellt werden. Dass dies keine Unterstellung ist, zeigt die Wirklichkeit.
Heute sind wir schon einen Schritt weiter in der ganzen Wokeness, in der es eine unendliche Anzahl von Identitäten gibt, in der Jede genau diese Sonderbehandlung einfordert, mit allen dazugehörigen Konsequenzen.
Jeder ist nur noch ein Opfer, vor allem der Gesellschaft, Kultur und Geschichte, auf deren alten Fundamenten sich diese Haltung austoben kann. Allerdings möchten diese Opfer diese Fundamente so radikal wie möglich auslöschen. Man sägt an dem Ast, auf dem man sitzt, und wundert sich, dass da niemand mehr ist, der so dumm ist, einen aufzufangen.
Wir sehen also bei Paulus und in der ganzen Schrift ein Prinzip. Die Solidargemeinschaft ist nicht ein Wert in sich selbst, sondern nur Mittel zum Zweck der Hinführung zur Eigenverantwortung.
Nur wer Verantwortung für sein Leben übernimmt, kann sich auch seinem Versagen, seiner Schuld und der Notwendigkeit der Entschuldung stellen.
Jesus Christus ist dem nicht nütze, der sich dieser Tatsache verweigert. Jesus hat den Schuldschein, der gegen uns stand zerrissen. Aber wenn wir noch nicht mal unsere Schuld anerkennen, dann nützt uns das nichts.
Wer sich seiner Verantwortung stellt, der kann auch, nach der Entschuldung, nach der Erlösung durch das Blut Jesu, Verantwortung für das noch vor ihm liegende Leben, bis zur Ewigkeit, wahr nehmen. Er kann beginnen sein Leben zu gestalten und in der Kraft der Vergebung und Versöhnung auch für andere Verantwortung übernehmen.
Das ist eine historische, soziologische und auch geistliche Wahrheit. Menschen, die sich ihrer Verantwortung vor Gott gestellt haben, sind in einen Heilungs- und Wiederherstellungsprozess eingetreten, der sich auf ihre gesamte Umwelt, angefangen in der Familie erstreckt und ausgewirkt hat.
Ein Beispiel ist Zachäus, der, als Jesus in sein Leben hineintritt, dieses Leben und seine bisherigen Werte radikal verändert, neu ausrichtet (Luk. 19:2-10)
Wenn Jesus in dein Leben treten möchte, dann sei bereit dich deiner Verantwortung zu stellen und lass dich verändern.

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21. Juni
2026
Die schmerzhafte Wahrheit Blog-Post Bild

Die schmerzhafte Wahrheit

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10

Solange wir jung sind gehen wir nur zum Arzt, wenn wir wirklich müssen, wenn uns etwas richtig weh tut.
Manchmal bekommen wir einen Befund, der uns schockiert und völlig aus der Bahn wirft. Besonders wenn diese Diagnose Krebs lautet. Egal wie gut behandelbar und wie positiv die Aussichten sind. Es ist ein Schock.
Manchmal ist es nicht der Krebs, aber ebenso lebensbedrohlich. Und manchmal scheint es zunächst nicht so dringlich zu sein aber im Nachgang stellt sich heraus, wie nah wir dem Tod gekommen sind.
Aber in jedem dieser Fälle sind wir dankbar, wenn die Diagnose zu einer schnellen Hilfe und auch Heilung geführt hat.
Ich kenne niemanden der da nicht voller Dankbarkeit wäre.
Unser obiger Vers ist einerseits positiv, und andererseits negativ.
Positiv ist, dass Jesus gekommen ist uns selig zu machen, uns zu retten, uns sein Heil zu bringen. Er ist gekommen, dass wir ein gelingendes Leben haben, dass wir geheilt werden und die Heilung schon jetzt beginnt. Er ist gekommen, damit wir unter der Führung des Heiligen Geistes jetzt schon mit der Perspektive auf das „ewige Leben“, unser Leben hier und jetzt gestalten können.
Negativ ist, dass wir Verlorene sind. In vielen Fällen ist uns noch nicht mal bewusst, wie verloren wir eigentlich sind.
Als Christen unserer Zeit möchten wir den Menschen eine gute Nachricht bringen, das Eu-angelion.
Wir geben ihnen den positiven Teil des Verses weiter. Jesus liebt dich und ist gekommen, um dich zu retten.
Dagegen lassen wir gerne den zweiten Teil weg.
Wir müssten den Menschen ja sagen, dass sie jetzt schon Verlorene sind. Dass sie ohne Hoffnung sind, dass sie ein sicheres und vernichtendes Gericht erwartet.
Da tun wir uns schwer damit; wir wollen den ihnen kein schlechtes Gewissen bereiten, ihnen keine Angst machen, sie nicht verurteilen und uns nicht über sie stellen.
Solange die Menschen keine Schmerzen empfinden, es ihnen gut geht, sie alles haben, was sie brauchen, sehen sie keine Notwendigkeit sich retten zu lassen.
Aber, selbst dann, wenn sie Schmerzen haben und spüren, dass etwas nicht stimmt, sind viele in der Lage das zu verdrängen. Sie wollen nicht zum Arzt, weil sie den Medizinern grundsätzlich misstrauen.
Viele Menschen misstrauen den Christen, weil die vielen Skandale der christlichen Kirchen das Vertrauen in ihre Mitglieder und damit eben auch in ihre Botschaft erschüttert hat.
So ist es am Ende wie mit den Medizinern auch. Obwohl es Kunstfehler gibt, manche Ärzte den hippokratischen Eid nicht so ernst nehmen, bleibt ihre Diagnose in vielen Fällen dennoch unumstößlich: „Ohne Behandlung ist diese Krankheit tödlich!“
Wie viele haben sich die Wunderimpfung gegen Covid verabreichen lassen, weil sie nicht sterben wollten, oder nicht der Auslöser für das Sterben Anderer sein wollten.
Jesus sagt in Joh.3:16 etwas, das wir Christen gerne den Menschen weitergeben:

»Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.«
Joh. 3:16

„Hey, Gott liebt die Welt und er liebt dich.“
Nur ein paar Verse weiter sagt Jesus:

»Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.«
Joh. 3:36

Das ist der Teil der biblischen Realität, den wir gerne ausblenden, der unangenehm, unzeitgemäß ist. "Gott ist ein liebender Gott, ja Gott ist die Liebe, der Gott des neuen Testamentes ist kein zorniger Gott", sagen manche Christen.
Aber damit machen sie Jesus zum Lügner, sein stellvertretendes Opfer für uns, die Gottverlassenheit Jesu am Kreuz, als der Zorn Gottes sich über ihn ergoss, entwerten sie. Und die Liebe, die Gott zu uns, den Verlorenen hat, verliert an Bedeutung. Denjenigen, den sie retten wollen, den "liebenden Gott", verleugnen sie.
Lasst uns so barmherzig sein, den Menschen die ganze Wahrheit zu sagen, damit sie umkehren können und sich dem Erlöser und Retter vertrauensvoll anvertrauen können.

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