Die schmerzhafte Wahrheit
veröffentlicht in Sonntagsblog
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10
Solange wir jung sind gehen wir nur zum Arzt, wenn wir wirklich müssen, wenn uns etwas richtig weh tut.
Manchmal bekommen wir einen Befund, der uns schockiert und völlig aus der Bahn wirft. Besonders wenn diese Diagnose Krebs lautet. Egal wie gut behandelbar und wie positiv die Aussichten sind. Es ist ein Schock.
Manchmal ist es nicht der Krebs, aber ebenso lebensbedrohlich. Und manchmal scheint es zunächst nicht so dringlich zu sein aber im Nachgang stellt sich heraus, wie nah wir dem Tod gekommen sind.
Aber in jedem dieser Fälle sind wir dankbar, wenn die Diagnose zu einer schnellen Hilfe und auch Heilung geführt hat.
Ich kenne niemanden der da nicht voller Dankbarkeit wäre.
Unser obiger Vers ist einerseits positiv, und andererseits negativ.
Positiv ist, dass Jesus gekommen ist uns selig zu machen, uns zu retten, uns sein Heil zu bringen. Er ist gekommen, dass wir ein gelingendes Leben haben, dass wir geheilt werden und die Heilung schon jetzt beginnt. Er ist gekommen, damit wir unter der Führung des Heiligen Geistes jetzt schon mit der Perspektive auf das „ewige Leben“, unser Leben hier und jetzt gestalten können.
Negativ ist, dass wir Verlorene sind. In vielen Fällen ist uns noch nicht mal bewusst, wie verloren wir eigentlich sind.
Als Christen unserer Zeit möchten wir den Menschen eine gute Nachricht bringen, das Eu-angelion.
Wir geben ihnen den positiven Teil des Verses weiter. Jesus liebt dich und ist gekommen, um dich zu retten.
Dagegen lassen wir gerne den zweiten Teil weg.
Wir müssten den Menschen ja sagen, dass sie jetzt schon Verlorene sind. Dass sie ohne Hoffnung sind, dass sie ein sicheres und vernichtendes Gericht erwartet.
Da tun wir uns schwer damit; wir wollen den ihnen kein schlechtes Gewissen bereiten, ihnen keine Angst machen, sie nicht verurteilen und uns nicht über sie stellen.
Solange die Menschen keine Schmerzen empfinden, es ihnen gut geht, sie alles haben, was sie brauchen, sehen sie keine Notwendigkeit sich retten zu lassen.
Aber, selbst dann, wenn sie Schmerzen haben und spüren, dass etwas nicht stimmt, sind viele in der Lage das zu verdrängen. Sie wollen nicht zum Arzt, weil sie den Medizinern grundsätzlich misstrauen.
Viele Menschen misstrauen den Christen, weil die vielen Skandale der christlichen Kirchen das Vertrauen in ihre Mitglieder und damit eben auch in ihre Botschaft erschüttert hat.
So ist es am Ende wie mit den Medizinern auch. Obwohl es Kunstfehler gibt, manche Ärzte den hippokratischen Eid nicht so ernst nehmen, bleibt ihre Diagnose in vielen Fällen dennoch unumstößlich: „Ohne Behandlung ist diese Krankheit tödlich!“
Wie viele haben sich die Wunderimpfung gegen Covid verabreichen lassen, weil sie nicht sterben wollten, oder nicht der Auslöser für das Sterben Anderer sein wollten.
Jesus sagt in Joh.3:16 etwas, das wir Christen gerne den Menschen weitergeben:
»Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.«
Joh. 3:16
„Hey, Gott liebt die Welt und er liebt dich.“
Nur ein paar Verse weiter sagt Jesus:
»Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.«
Joh. 3:36
Das ist der Teil der biblischen Realität, den wir gerne ausblenden, der unangenehm, unzeitgemäß ist. "Gott ist ein liebender Gott, ja Gott ist die Liebe, der Gott des neuen Testamentes ist kein zorniger Gott", sagen manche Christen.
Aber damit machen sie Jesus zum Lügner, sein stellvertretendes Opfer für uns, die Gottverlassenheit Jesu am Kreuz, als der Zorn Gottes sich über ihn ergoss, entwerten sie. Und die Liebe, die Gott zu uns, den Verlorenen hat, verliert an Bedeutung. Denjenigen, den sie retten wollen, den "liebenden Gott", verleugnen sie.
Lasst uns so barmherzig sein, den Menschen die ganze Wahrheit zu sagen, damit sie umkehren können und sich dem Erlöser und Retter vertrauensvoll anvertrauen können.