Der fröhliche Tausch!
veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen
„Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.“ 2.Korinther 5,21
Man könnte auch übersetzen, den der Sünde nicht kannte hat er für uns zur / in (die) Sünde gemacht.
Bis zum heutigen Tag gibt es Christen, die nicht wahrhaben wollen, dass Jesus der Christus, der Messias, für unsere Sünden und unsere Schuld gelitten hat. Dass Gott Sünde nicht ungestraft sein lassen kann, dass er zornig ist über die Welt, die ihm im Großen und Ganzen den Rücken gekehrt hat, und dies immer wieder bewusst tut, bis zum heutigen Tag.
Sie sagen, ja Jesus ist für uns gestorben, weil er dadurch unsere menschliche Natur mit Gott versöhnen wollte, sie wieder zur Einheit bringen wollte. Und das hört sich seit der Zeit der frühen Christen für manche gut an. Besser als die Aussage, dass Jesus den Zorn Gottes stillen musste und wollte. Da ist ein Körnchen Wahrheit drin, Jesus starb, um uns mit Gott zu versöhnen und uns in seinen neuen Leib zu integrieren, uns zu einem Teil von ihm zu machen. Aber das wäre unmöglich, wenn unsere Schuld ungesühnt, unsere Vergehen noch nicht gerichtet worden wären. Dass wir eine neue Natur bekommen, die mit Gott kommunizieren kann, ist nur möglich, wenn das Sündenproblem und die Feindschaft mit Gott gelöst ist. Und das geschieht, nur wenn wir uns vertrauensvoll in den Tod Jesu mit hineinnehmen lassen, in dem wir an ihn glaubend, uns in seinen Tod hinein taufen lassen um mit ihm dann aufzuerstehen.
Jesus hat nicht nur unsere Sünde getragen, sondern er ist zur Sünde gemacht worden, damit die Sünde als Macht selbst gerichtet werden kann. Mit dem Tod Jesu hat sie über diejenigen, die mit Jesus gestorben sind, keine Macht mehr.
Jesu Tod war deshalb so vernichtend für die Sünde, weil er völlig sündlos war. Bis zu dem Zeitpunkt an dem er ans Kreuz genagelt wurde, hatte er keine Gemeinschaft mit der Sünde, sie war bis dahin kein Bestandteil seines Lebens. Natürlich hatte er die Sünde und ihre absolut destruktive Wirkung um sich im Leben der Menschen mit denen er zu tun hatte erlebt. Aber er hatte keine Sünde in sein Leben in sein Denken, in seine Gefühle und seine Entscheidungen hineingelassen. Er hatte ihr zu keinem Zeitpunkt seines Lebens Zutritt gegeben. Aber in dem Moment, wo er am Kreuz hing, hing die Sünde aller Menschen an ihm. Sie hüllte ihn ein und Gott der Vater musste sich von ihm abwenden, weshalb Jesus diese schmerzhafte Erfahrung machen musste, dass Gott, der Vater, ihn verlassen hatte.
Und dennoch sündigte er nicht, auch in dieser absoluten Gottverlassenheit, bat er für seine Feinde, regelte seine Familienangelegenheit, gab dem Mit-Hingerichteten einen ewigen Trost und befahl seinen Geist dem Vater an.
Die Theologie spricht von dem seligen / fröhlichen Tausch, der hier stattgefunden hat, in dem Jesu Gerechtigkeit uns zugerechnet wird und unsere Sünde Jesus zugerechnet wird und er dafür stirbt.
Manche denken, dass das ungerecht sei.
Das ist es nur dann, wenn Gott jemanden leiden lässt, der das nicht gerne und freiwillig tut, wenn er jemanden dazu verurteilt. Aber Jesu tat das, was er tat, aus Liebe zur Welt.
In Joh. 3:16 lesen wir, dass Gott die Welt so sehr oder auf diese Weise geliebt hat, in dem er seinen eigenen, einzigen Sohn gegeben hat, damit alle, die an diesen Sohn glauben, nicht in die ewige Verdammnis müssen, sondern stattdessen ewiges Leben bekommen.
Der dreieinige Gott hat die Welt geliebt, nicht nur Gott der Vater. Alle drei Personen der göttlichen Trinität liebten diese Welt und wollten ihre Menschen retten, denn sie waren einst im Bild dieses dreieinigen Gottes geschaffen worden. Gott will sein Abbild nicht verloren geben, nicht aufgeben, selbst wenn es nichts von ihm wissen will.
Daher war er sich einig, dass Jesus die Stelle des Sühneopfers einnehmen muss, damit eine Erlösung klappen kann. Damit nicht nur Schuld gesühnt, sondern die Natur des Schuldners verändert wird und er wieder, erlöst von der Herrschaft der Sünde, fähig, ohne zu sündigen, für und mit Gott leben können sollte.
Jeder, der an Jesus Christus glaubt, bekommt diese neue Natur und mit ihr auch das ewige Leben.