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12. Okt.
2025
Unendliche Macht! Blog-Post Bild

Unendliche Macht!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. Daniel 7,14 Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Hebräer 13,8

Mit dem Abwurf der ersten Atombombe brach offiziell das Atomzeitalter an.
Mit der Atombombe wurde die ungeheure Energie demonstriert, die in den Atomen vorhanden ist. Die Fantasien bezüglich der friedlichen Nutzung der Atomenergie war schier grenzenlos. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt und nach Chernobyl und Fukushima ist dieses Zeitalter hierzulande schon wieder zu Grabe getragen worden. Warum wissen letztlich nur die grünen Romantiker.
Aber noch immer gilt Energie = Macht. Wer über genügend Energie und ihre dafür notwendigen Ressourcen verfügt, der hat auch die Macht, schier unendliche Macht. Und im Moment versorgt sich ein Staat mit so viel Macht wie möglich und das ist nicht unserer. Wir werden in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, weil wir aufgehört haben diesen einfachen Grundsatz zu beherzigen.
Nun haben wir obige Verse, in denen es um ewige Macht und ein unendliches Reich geht. Geht es da um dasselbe?
Nun in gewissem Sinne ja, denn von dem dort die Rede ist, ist der Jesus Christus von dem Johannes im 1. Kapitel seine Evangeliums schreibt, dass er das Wort war und alles durch dieses Wort durch diesen Logos geschaffen wurde, was existiert.
Also auch die Materie, das Uran, das Plutonium, das Erdöl und Erdgas etc. Er sprach und es geschah. Im Brief an die Hebräer steht geschrieben:

»Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat.«
Hebr. 1:1-3

Es geschah durch die Macht, die Dynamis, seines Wortes, seines gesprochenen, ins Dasein sprechenden Wortes. Das vom Logos ausgesprochene Wort hatte die Gewalt das Universum ins Dasein zu sprechen und unser Text sagt, dass es auch durch die Macht dieses Wortes erhalten bleibt. Zur Zeit als die Bibel verfasst wurde, hatte man eine gewissen Vorstellung vom Kosmos. Aber die war nicht annähernd diejenige, die wir heute haben. Gott hat uns in seinem Bild geschaffen, damit wir seine Wunder erkunden, erforschen, und über ihnen über den Schöpfer staunen. Aber anstatt wir das tun, schreiben wir alles, den Mikro- und Makrokosmos, dem blinden Zufall zu.
Für den an den drei-einigen Gott glaubenden Christen aber wird Gott mit jeder Erkenntnis über die Natur, über die Welt, nicht kleiner, sondern größer, denn seine Macht, seine Gewalt, seine Energie muss wirklich unendlich sein, um die endliche Unendlichkeit der materiellen Welt zu schaffen. (So weit die Astronomie weiß, ist, auch wenn das all für uns unendlich scheint es doch endlich.)
Unser HERR Jesus, der am Kreuz hing, ist derselbe, der die Schöpfung ins Dasein rief und der vor nach seiner Auferstehung und vor seiner Himmelfahrt sagt:

»Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.«
Math. 28:18

Wenn hier von Macht die Rede ist dann von der Vollmacht, der EXOUSIA, nicht von der DYNAMIS.
Die Vollmacht aber ist die Macht, die Dynamis zu gebrauchen, in allen Umständen, zu allen Zeiten, an allen Orten. Das ist unser HERR Jesus, auf den wir vertrauen und der vertrauensvoll ist, weil er sich, wie auch der Vater und der Heilige Geist, nicht ändert, immer derselbe ist, seine Pläne nicht ändert, und sein Wesen immer dasselbe ist.
Auf ihn lasst uns in allen Umständen unser Vertrauen setzen, im Angesicht aller irdischen Machtdemonstrationen. Was können uns Menschen tun?

Foto von Kendall Hoopes: https://www.pexels.com/de-de/foto/silhouette-fotografie-von-menschen-2901134/

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05. Okt.
2025
Gebt ihr ihnen zu essen! Blog-Post Bild

Gebt ihr ihnen zu essen!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Jesus aber antwortete den Jüngern: Gebt ihr ihnen zu essen! Markus 6,37

Wir feiern Ernte Dank und es ist uns oft noch nicht mal mehr klar, wie die Ernte in unsere Regale kommt. Wie viel Arbeit dahinter steckt und wer diese Arbeit macht.
Die Politik hat es verstanden die Bauern, die unsere Nahrung produzieren, in die Ecke der nie zufriedenen Agrarsubventionen empfangenden Nörgler zu stellen. Bauer zu sein ist wahrscheinlich eine der undankbarsten Tätigkeit, die es in unserem Land gibt. Weshalb dieser Beruf immer mehr vom Aussterben bedroht ist. Als ich Kind war, war praktisch jeder im Dorf Landwirt, wenn auch manche nur noch im Nebenerwerb. Heute kann man froh sein, wenn es pro Dorf noch einen Landwirt gibt. Es sind riesige Agrarbetriebe geworden mit einem irrsinnigen Kapitalaufwand, wo die Existenz oft an einem seidenen Faden hängt und der heißt Wetter und Marktpreise. Sie entscheiden von Erntesaison zu Erntesaison über Sein und Nichtsein des Betriebes.
Das ist die eine Seite, und die muss man sehen wollen und eine neue Dankbarkeit für jeden Landwirt der noch bereit ist dieses tägliche Risiko auf sich zu nehmen.
Früher haben die Landwirte die schönsten ihrer Früchte am Erntedankfest in die Kirche gebracht um den Altarraum mit ihnen zu schmücken und so Gott ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.
Aber auch das hat abgenommen. Welcher Bauer schert sich noch um Kirche und Sonntag und Dankbarkeit. Schon in meiner Kindheit und Jugend haben immer mehr Landwirte den Sonntag zum Werktag gemacht, so als gäbe es kein Sabbatgebot.
Als Familie haben wir so gut es ging immer versucht den Feiertag zu heiligen, auch wenn das bedeutete, dass das Heu verregnet wurde, weil es nicht am Sonntag eingebracht wurde, oder das Getreide vom nächsten Gewitter plattgewalzt wurde weil wir am Sonntag nicht gedroschen haben. Aber dennoch hat uns Gott als Familie versorgt, war Segen auf der Arbeit, weil wir versuchten auch in der Sonntagsruhe und der Art wie wir unsere Arbeit taten Gott zu ehren.
Das Erntedankfest ist eines der elementarsten Feste die Menschen überhaupt feiern können, denn ohne Nahrung gibt es keine Existenz. Deshalb ist das Erntedankfest Bestandteil der religiösen Betätigung in vielen Religionen.
Unsere neuheidnische atheistische und materialistische Kultur hat die Dankbarkeit Gott gegenüber vergessen. Wir glauben dass wir alles in der Hand haben, das Wetter, die Umwelt, die Zukunft des Klimas. Diesem Glauben opfern wir alles. Und wenn wir für etwas Opfer bringen, dann drückt das aus, dass dies unsere Religion ist. Unser Glaubensbekenntnis ist: Wir gestalten das Klima (im Moment negativ, deshalb müssen wir das böse C0² vermeiden).
Gott hatte Noah, nachdem dieser aus der Arche herausgekommen war und Gott ein Dankopfer für die Rettung vor dem Untergang gebracht hatte, das Versprechen gegeben:

»Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.«
1.Mose 8:22

Dieses Versprechen hat Gott bis jetzt gehalten und er wird es bis zum Ende dieser Erde halten. Ein Volk und eine Menschheit, die dem Gott der Bibel glauben würde, würde dieses Versprechen zur Grundlage der Politik machen. Wenn der Gott, der die erste Welt in einer globalen Flut untergehen ließ, verspricht, dass so etwas nicht mehr passieren wird und dass die Jahreszyklen bestehen bleiben werden, dann sollten wir darauf vertrauen und ihm glaubend unser Handeln danach ausrichten.
Wir werden, auch wenn das Klima sich verändert, wie es sich immer verändert hat, erleben, dass Gott zu seinem Wort steht. Wenn sich die geografischen und klimatischen Bedingungen für uns ändern, dann müssen wir uns ihnen anpassen und uns nicht versuchen ihnen mit aller Macht entgegen zu stellen.
Denn es kann durchaus sein, dass obwohl Gott grundsätzlich zu seinem Wort steht, das Wetter und Klima, in seiner Hand, auch sein Instrument ist, diese Welt zu richten und zu strafen, wie er dies z.B. in der Geschichte im Speziellen gezeigt hat. Drei Jahre keine Regen zu Zeiten des Elia, das hatte einen durchschlagenden Effekt.
Heute würde der Klimanotstand ausgerufen statt eine Bußbewegung hin zum lebendigen Gott. Wenn Gott eine Dürre sendet, dann weil er will, dass wir zu ihm zurückkehren, weil er einen noch größeren Hunger in uns starten will, den Hunger nach ihm und seinem Wort.
Erntedankfest ist immer auch eine Zeit des Innehaltens und der Dankbarkeit für ein Jahr der Versorgung durch unseren Gott, sei diese Versorgung durch die Nahrungsmittel die wir selbst erzeugen konnten oder durch den Broterwerb, dem wir nachgehen konnten um uns die Nahrungsmittel und sonstigen Güter die zum Leben notwendig sind zu kaufen.
Lasst uns unseren Gott in dieser Dankbarkeit ehren und ihm Dank sagen. Und lasst uns das Brot des Lebens, das wirklich satt machen kann, Jesus Christus, den HERRN und Erlöser zu den Menschen bringen und ihnen zu essen geben.

Bild von: freepik.com

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28. Sep.
2025
Der Fremdling Blog-Post Bild

Der Fremdling

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen. Psalm 146,9 Vergesst die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen. Hebräer 13,2

Der „GER“ wie der Fremdling in diesem Vers bezeichnet wird, ist ein 1) „Aufenthaltsberechtigter“, ein „vorübergehender Bewohner“, „ein Neuankömmling, der keine ererbten Rechte hat“, ein „Ausländern in Israel, denen jedoch Rechte zugestanden werden“. Nun werden manche von uns, wenn wir das lesen, erst mal stark schlucken. Wenn das stimmt, dann haben wir noch manches zu tun. Und das stimmt. Wir haben manches zu tun, um mit unserem Gott synchron zu sein.
Aber leider ist es wie so oft. Gerne werden bei solchen Versen die Nachsätze weggelassen, weil sie unbequem sind. Der Nachsatz hier ist: „… aber er krümmt den Weg der Gottlosen.“
Der Fremdling genießt den Schutz des HERRN solange er sich an „Gesetz und Ordnung in Israel“ hält. Wenn er sich gegen die Ordnungen Gottes auflehnt, dann wird Gott eben den Schutzstatus dieses Fremdlings aufheben.
D.h. wir sind nicht verpflichtet unter allen Umständen den Schutzsuchenden Schutz zu bieten. Wenn sie den Schutz und Schutzstatus missbrauchen, verlieren sie das Recht, sie handeln gottlos.
Aber dazu muss ein Volk auch eine für alle klare, verständliche und für alle gleiche Rechtsprechung haben. Wenn der Schutzsuchende eine Sonderbehandlung erfährt, wie soll er da wissen, dass es Gesetze gibt, die für alle gelten.
In Israel mussten sich die Fremdlinge an die Gesetze des Mose halten. Sie waren nicht gezwungen den Gott Israels anzubeten, denn da macht die Heilige Schrift den Unterschied. In die Versammlung des Volkes Israels durfte nur einer kommen, der den Glauben aus freien Stücken teilte und sich durch diesen Glauben und die damit verbundenen Verpflichtungen zum Volk zählte.
Aber was die öffentliche Ordnung anging galt für alle dasselbe Recht.
Der Fremdling in unserem Text steht im Kontext der Witwen und Weisen, also der wirklich Hilfsbedürftigen. Er steht in diesem Kontext weil in den Anfängen von Israel, die Stammväter ebenso Fremdlinge waren, Menschen die keine Heimat mehr hatten, weil sie diese auf Geheiß des lebendigen Gottes verlassen hatten. Sie waren angewiesen auf den „Good Will“ der sie duldenden Lokalen Herrscher wie die Philisterkönige oder danach die Pharaonen in Ägypten.
Weil die Israeliten selbst Fremdlinge waren und unter der Sklavenherrschaft der Ägypter gelitten hatten, deshalb sollen sie den Fremdling nicht bedrücken, d.h. ihm die allgemeinen Bürgerrechte nicht entziehen, wenn er sich an Recht und Ordnung hält.
Die Herausforderung ist die, wie in der vorherigen Kolumne dargestellt, sich nicht von den Göttern der Fremdlinge vom lebendigen Gott abziehen zu lassen. Die Geschichte der Israeliten in Ägypten, die Gefahr die sie für die Ägypter wurden, zeigt dort wie in der ganzen Geschichte, wie schnell es passieren kann, dass die eigene Kultur und Religion, durch die Gäste bedroht sind.
Wer das nicht sehen will, ist gezwungen, die Fehler der untergegangenen Reiche und Kulturen zu wiederholen und selbst ihr Opfer zu werden.
Wir als Christen wissen, dass wir hier keine bleibende Stadt haben, dass wir letztlich überall Fremdlinge sind, denn unser Bürgerrecht ist im Himmel, ja unsere eigentliche Existenz ist schon im Himmel. Wir leben zwar noch hier, arbeiten hier, verdienen unseren Lebensunterhalt hier. Aber eigentlich sind wir Bürger des Himmels und werden dort hin gehen, wenn unsere Zeit hier um ist.
Das, so sagt der Hebräerbrief, war auch die Perspektive Abrahams, und deshalb ließ er sich letztlich auch nicht fest nieder in Kanaan.
Wir selbst erleben, dass man uns beäugt und hinterfragt: „Was wollen diese Christen? Wollen die einen Gottesstaat hier auf Erden, wollen die alle Christianisieren, vielleicht sogar mit Zwang, wie das in der Vergangenheit zuweilen vorkam?“
Biblisch geprägte Christen sind weit weg davon, dies zu wollen. Sie wissen, dass Gottes Reich nicht von dieser Welt ist und auch nicht in dieser Welt seine Vollendung und Erfüllung findet. Aber so lange wir hier sind wollen wir nach den Maßstäben des Reiches leben und dazu gehört, dass wir, wenn wir können, auch den Schwachen und Hilflosen helfen.

Foto von lalesh aldarwish: https://www.pexels.com/de-de/foto/die-hand-des-mannes-im-flachen-fokus-und-in-der-graustufenfotografie-167964/

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21. Sep.
2025
Gelungene Integration!!! Blog-Post Bild

Gelungene Integration!!!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Rut 1,16

Ob der heutige Staat Israel ein rassistischer Staat ist wird viel diskutiert, weil er das Recht der Selbstverteidigung gegenüber seinen tödlichen Feinden wahr nimmt.
Die Fakten sprechen wohl eindeutig gegen diese Behauptung. Ein Viertel der Bevölkerung sind Nichtjuden in Israel und sind als solche auch im Israelischen Parlament vertreten, wenn auch die Parteienzugehörigkeit etc. diese Aufteilung nicht exakt widerspiegelt.
Historisch gesehen hat das Israelische Volk unterschiedliche Phasen durchlebt, die von Integration, von Assimilation, von Durchmischung und von Abgrenzung der Bevölkerung gekennzeichnet war. Das Problem waren nicht die anderen Ethnien, sondern die Götter, die mit den anderen Ethnien kamen, und die die Menschen von dem einen Gott, Jahweh, der der Gott Israels sein wollte und an diesem und durch dieses Volk sich der ganzen Welt offenbaren wollte, abspenstig machten.
Wir kennen den Spruch „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“ Dieser Spruch wird heute nicht so gern zitiert, weil er scheinbar „stigmatisiert und ausgrenzt“ was man auf gar keinen Fall will. Aber dieser Spruch ist die Jahrhundertelange Erfahrung des Volkes der Juden, die die Konsequenzen dieses Spruches am eigenen Leib erleben mussten, ihre immer stärkere Abgötterei war ihr Untergang.
Ist dann jede Form von Vermischung zu vermeiden?
Unser Eingangsvers ist das beste Beispiel wie es gelingen kann.
Ruth eine Moabiterin die von Natur aus keinen Zugang zu dem Volk Israels haben würde, wird Teil des Volkes und sogar Teil der Familiengeschichte Davids und des Messiases.
Aber was man bei ihr auch sehen kann: Sie integriert sich und assimiliert sich in die Israelische Gesellschaft. Sie wird eine von Ihnen und dies mit allen Konsequenzen.
Sie wird Teil des Volkes: „Dein Volk ist mein Volk!"
Sie wird Teil der Geistlichen Einheit: „Dein Gott ist mein Gott!"
Sie hat Teil an der Kultur und Tradition: „Wo du stirbst, will ich sterben, und dort will ich begraben werden.“ (V17)
Das ist ein berühmtes Beispiel für gelungene Integration.
Später dann in der Zeit des Neuen Testament wird uns von Juden und Judengenossen berichtet. Mit letzteren waren Menschen gemeint, die dem jüdischen Glauben offen gegenüber waren und irgendwann sich zu diesem Glauben bekehrten.
Bis zum heutigen Tag gibt es auch in unserem Land, wenn auch in geringer Zahl Menschen, die aus anderen Ethnien zum Judentum konvertieren.
Da das heutige Judentum nicht missioniert, ist davon auszugehen, dass viele solcher Konversionen aufgrund von Beziehungen besonders bei Eheschließungen passieren.
Wäre das Judentum rassistisch, würde dies ausgeschlossen sein.
Ruth wurde also eine der Urgroßmütter von Jesus, dem Mensch gewordenen Gottessohn, und er ist derjenige dessen Ziel es war und ist, jeden der dies will, in die Familie seines Volkes, des Volkes Gottes, des Israels Gottes hineinzubringen. Wie macht er das?
In dem er das was die Menschen trennt von ihnen nimmt.
Als Adam und Eva im Paradies waren hatten sie vor niemandem Scheu, obwohl sie splitterfasernackt waren.
Nachdem sie gesündigt hatten, sahen sie dass sie nackt waren und sie schämten sich dessen.
Sie versteckten sich vor Gott und auch letztlich voreinander. Sünde ist das was die Menschen am meisten trennt und die Sünde nimmt Jesus durch seinen stellvertretenden Opfertod weg.
Der Unterschiedliche Umgang mit Sünde trennte die Juden von den Heiden.
Erstere hatten eine ganz klare Vorstellung was Sünde ist und letztere hatten ihre eigenen davon abweichende Vorstellung davon, und wie man mit ihr umgeht.
Die Trennung der Juden und Heiden war sogar im Tempel sichtbar. Die Heiden durften nur in den Vorhof, selbst wenn sie an den Gott der Juden glaubten. Erst als vollwertige Juden durften sie in den Tempel.
Paulus sagt, dass Jesus die Trennwand niedergerissen hat, zwischen Juden und Heiden, weil die Antwort auf die Sünde nicht die unterschiedlichen Opfer waren, so viele dies auch sein mochten, sondern einzig und allein das eines Menschen ohne jede Sünde. Und das war Jesus selbst.
ER ermöglicht die vollständige Integration, denn er ist das Zentrum, um das herum sich alle Menschen, die an Ihn glauben, reihen und ausrichten.
Jeder menschliche Integrationsversuch egal in welchem Umfeld scheitert. Der Zerfall des Ostblocks hat dies überdeutlich gezeigt. Jeder Zwang scheitert früher oder später. Allein der freiwillige Schritt eines Menschen in die Nachfolge Jesu macht aus ihm ein Glied am Leibe Jesu, ein Teil seines Volkes, ohne wenn und aber.

Foto von Diva Plavalaguna: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-festhalten-halten-begrifflich-6147357/

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14. Sep.
2025
Kein Zweckoptimismus! Blog-Post Bild

Kein Zweckoptimismus!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Habakuk 3,18

In der letzten Kolumne habe ich über den „zuverlässigen Schutz“ geschrieben, der uns in Not und Angst helfen kann. Habakuk lebte in etwa in der Zeit der Letzten Zuckungen des Königreiches Juda, bevor es von den Babyloniern platt gemacht wurde. Die Zeichen des Niederganges und des Gerichtes sind überall zu sehen. In seinem Gebet im Kapitel 3, aus dem auch unser Vers stammt wird dies deutlich. Der Vers unmittelbar vor unserem Vers macht das deutlich.

»Denn der Feigenbaum blüht nicht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt ‹seine› Leistung, und die Terrassen‹gärten› bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen.«
Hab. 3:17

Trostloser kann man eine Situation nicht beschreiben. Eine totale wirtschaftliche Katastrophe wird beschrieben. Heute würde man sagen: „Die Fabrikhallen sind leer, keine Transporter verlassen sie mehr mit Produkten, man sieht keine Arbeiter mehr und die Tore sind geschlossen“. „Die Felder und Höfe sind verödet, keine Ernte wird mehr eingefahren.“ „Nur noch Ruinen der Vergangenheit sind sichtbar.“
Da scheint es fast schon das Lachen eines Irren zu sein, das im Vers 18 zu hören ist. Er scheint, so denken wir, den Verstand verloren zu haben, angesichts des Elendes, das um ihn herum herrscht.
Aber das täuscht. Den Verstand verlieren nur die, die sich von der Zukunft überrollen lassen, weil sie keine Ahnung haben, was sie trifft. Habakuk wird nicht von der Zukunft ,die zur bitteren Gegenwart wird, überrollt. Er weiß ja, was da auf ihn zukommt und wer der Urheber des ganzen ist.
Gott hatte es seinem Volk von Anfang an unmissverständlich angekündigt. Wenn es mit ihm, in der Abhängigkeit von ihm, in der Treue zu ihm leben würde, würden sie alle seine Segnungen erleben. Und es gab Zeiten in denen sie Gott mit ihrem ganzen Herzen nach folgten und sie erlebten dass sie obwohl eine relativ kleine Nation zu einer regionalen Großmacht wurden. Gott hielt Wort.
Aber er sagte ihnen auch, dass wenn sie ihm den Rücken kehren würden, sie seine Rute, sein Gericht erleben würden und er sie vernichten, aus ihrem Land vertreiben und in Gefangenschaft führen würde. Und auch das geschah, so wie es Gott angekündigt hatte.
Habakuk war nicht überrascht, denn er war einer der Propheten, der seinen Zeitgenossen im Auftrag Gottes ankündigte, dass genau diese Zukunft auf sie warten würde.
Habakuks Lebensfreude hängt nicht an den Umständen, sondern an seinem Gott, der immer derselbe ist. Der sich und seinem Wort treu ist, ob es die Segen-Zusagen sind oder die Fluch-Ankündigungen.
Mancher von uns kennt noch die Redewendung „Er ergriff sein Heil in der Flucht“. Gemeint ist: Er brachte sich in Sicherheit, vor drohendem Ungemach“, aus welcher bedrohlichen Situation auch immer das sein mag.
Damit ist schon viel zu dem Begriff Heil gesagt. Der biblische Begriff hier beinhaltet all das: Sicherheit, Schutz, Rettung, „ganz bleiben“.
Es ist dieselbe Wurzel die auch im Wort Josua oder Jeshua = Jesus enthalten ist. Jesus ist Heil, Rettung, Sicherheit, Schutz. ER macht uns wieder ganz.
So wie Habakuk sich in und an seinem Gott freuen konnte und mit Zuversicht in die Zukunft schauen konnte, so können wir es auch.
Auch wenn es scheint, dass auf dieser Erde die Dinge immer mehr auf das angekündigte Ende zusteuern, so wissen wir, dass wir in Jesus einen zuverlässigen Schutz haben und deshalb Grund zur Freude mitten im Leid, mitten im Abgesang auf eine Zeit, die nicht mehr wieder kommen wird.

»Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker.«
Spr. 14:34

Wenn es keine echte Bußbewegung und Erweckung in unserem Land gibt, dann wird sich dieser Vers auch bei uns erfüllen.
Die Gottlosigkeit, die sich in der Gesellschaft durch Unmoral, Lüge, Betrug, Machtmissbrauch, ungerechtes Urteil, Bestechlichkeit, etc. von der Spitze herunter auslebt wird ihre Konsequenzen haben. Kein Volk kann unter solchen Umständen bestehen.
Aber wenn wir, die wir den lebendigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist kennen, ihn ehren, ihn suchen, seinen Willen beherzt und konsequent tun, und für unser Volk eintreten in der Fürbitte, dann werden wir vielleicht, wenn es Gottes Wille ist, auch erleben, dass er uns noch einmal gnädig ist.

Foto von Jacub Gomez: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-des-mannes-der-auf-felsen-nahe-der-kuste-steht-1142948/

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