Gottes rettende Gnade
veröffentlicht in Sonntagsblog
Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8
In der Kolumne vom 21.6. ist uns der Zorn Gottes begegnet, den wir gerne verschweigen würden, von dem wir gerne nichts wissen würden. Aber unser Gott ist mehr als liebend, mehr als zornig. Er ist auch ein gnädiger Gott. Einer der Psalmen, die sein Heiliger Geist inspiriert hat, handelt von dieser Gnade. In Psalm 136 wiederholt Gott seine Aussage „denn seine Gnade währt / ist ewig“ 26x.
Ich hatte eine Diskussion, in der es um die Frage ging, wie oft im Lobpreis eine Zeile, ein Satz, wiederholt werden kann, bevor es bedenklich wird.
Wer sich den Psalm anschaut, wird sehen, dass die Aussage „denn seine Gnade ist ewig“ immer den Abschluss von jeweils verschiedenen Schilderungen bildet. Sie ist wie der Refrain in einem Lied.
Was dieser Psalm ausdrückt: Des Allmächtigen Gnade ist in allen Lebenslagen wirksam, so wie sie in der Geschichte des Volkes Israel sich gezeigt hat. Und wer diese Geschichte gelesen hat, die bei Abraham beginnt und bei Jesus endet, der weiß, wie sehr und wie lange Gott seinem Volk gnädig war und ist.
Viele wollen mit dem Gott des alten Testamentes nichts zu tun haben, weil dort so blutrünstige Berichte drin stehen. Es gibt genau drei Situationen, die man „Gott vorhalten kann“, wenn es um das Blutvergießen geht. Die Sintflut, Sodom und Gomorrha und der Vernichtungskrieg gegen die Kanaaniter.
Aber alle drei Situationen sind Vorboten des Gerichts, das Gott der ganzen Welt ankündigt, weil er Sünde nicht ungestraft sein lassen kann. Er wird, wenn Jesus wieder kommt, jeden Mann und jede Frau, jedes Kind und jeden Alten, jeden Freien und jeden Unfreien zur Rechenschaft ziehen für sein Leben und Handeln.
Kein Unrecht bleibt ungesühnt, egal wie sehr sich die Übeltäter heute in Sicherheit wiegen mögen.
Jedoch bis dahin ist Gott gnädig und bietet uns im stellvertretenden Erblösungsopfer seines Sohnes Jesus, dem von den Juden erwarteten und erhofften Messias, seine Vergebung und seine Versöhnung an.
Schon Petrus schreibt in einem seiner Briefe, dass die Leute spotten und Fragen, wo denn das Ende ist? Es ist näher als wir denken, aber für jeden noch weit genug entfernt, dass er jetzt Buße tun d.h. umkehren kann und die angebotene Gnade in Anspruch nehmen kann.
Denn das persönliche Ende kann schneller kommen als das Weltende. Es kann so überraschend eintreffen, dass wir, selbst wenn wir uns vorgenommen haben, dass wir, bevor es ans Sterben geht, noch mit Gott ins Reine kommen wollen, es nicht mehr können.
„Du machst mir Angst“ wirst du sagen!
Nein, ich mache dir nicht Angst. Die Zahl der täglichen tödlichen Herzinfarkte oder Unfälle führt uns vor Augen, dass es von einem Moment auf den anderen zu Ende sein kann. Und dann kann uns nichts mehr retten. Denn das Fegefeuer ist eine Erfindung der Menschen, die nicht wahr haben wollen, dass der Tod alles besiegelt, die sich noch ein Hoffnungsfenster offen halten wollen. Aber, die Bibel kennt kein Fegefeuer.
Es gibt nur zwei Feuer. Das eine Feuer ist ein Bild, das der Apostel Paulus gebraucht, um deutlich zu machen, dass nur ewige Werte, unsere Schätze im Himmel, den Test des Feuers überstehen werden. Und diese Werte bleiben, selbst wenn uns das Feuer, meinetwegen des Scheiterhaufens, alles nimmt. Das zweite Feuer ist das Feuer des Feuersees, in den alle widergöttlichen Mächte und Menschen nach dem Urteil geworfen werden und von dem es kein entrinnen gibt.
Du kannst den Gott der Christen als einen schwachen Gott verachten, weil er gnädig ist, weil er lange Geduld übt, weil er den Christen Liebe statt Hass, Sanftmut statt Rebellion, Geduld statt Unduldsamkeit, Freundlichkeit statt Aggression schenkt. Aber das alles tut er nur um dich durch seine Güte zur Umkehr zu leiten. Und wenn du nicht umkehrst, wirst du am Ende um jede Ausrede verlegen sein, du wirst keine haben.
„Du hättest mehr Zeit gebraucht, die Christen hätten mehr ihren Gott repräsentieren sollen usw.“ Egal welche Ausrede du bringen wirst, sie wird vor dem unbestechlichen gerechten Gericht Gottes keinen Bestand haben. Dort wird es für dich keine Gnade mehr geben.
Für die Menschen, die jetzt ihre Zuflucht zu diesem gnädigen Gott genommen haben, wird dagegen die Gnade nie enden, sie wird tatsächlich ewiglich sein, denn sie ist jetzt und in Ewigkeit, Fundament ihrer Existenz.