Jesus sucht dich!
veröffentlicht in Sonntagsblog
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Luk. 19,10
Wen oder was sucht Jesus, und durch wen sucht Er heute?
Es gibt drei Gleichnisse, in denen Jesus vom Verlorenen spricht: Es ist die verlorene Drachme, das verlorene Schaf und der verlorene Sohn.
Man könnte fast annehmen, dass Jesus diese Gleichnisse nicht nur wegen ihrer Alltagstauglichkeit gebraucht hat, sondern auch, weil Er damit Unterschiedliches veranschaulichen wollte.
Jedes Gleichnis illustriert ein anderes, unterschiedliches Bewusstseinsstadium.
Freut euch mit mir! Denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte. (Luk 15:9)
Die Drachme ist eine tote Materie, so wie der Mensch in seiner gefallenen Existenz geistlich tot, sich seiner selbst als von Jesus gesucht nicht bewusst ist.
Das Schaf ist lebendig und doch verloren, das realisiert, dass es die Herde verloren hat, aber nicht zurückfinden kann. Damit könnte der vom Heiligen Geist berührte Mensch gemeint sein, der sich seiner Verlorenheit bewusst wird, aber nicht weiß, wo Rettung zu finden ist. Das Schaf kann nur eines tun: seine Verlorenheit hinausschreien und hoffen, von der Herde oder dem Hirten gefunden zu werden.
Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. (Luk.15:6)
Der verlorene Sohn ist derjenige, der schon mal Sohn war, sich seines „Sohnseins“ bewusst ist, aber willentlich die damit verbundene Bindung und Heimat verlassen hat.
Im Kontext, in dem Jesus dieses Gleichnis erzählt, sind damit zunächst die Juden gemeint, die durch ihre Zugehörigkeit zum Volk Gottes Seine Söhne sind, aber nicht mehr als Söhne leben, der Beziehung zu Gott den Rücken gekehrt haben.
Aber dieses Gleichnis gilt ebenso den verlorenen Söhnen und Töchtern unserer Zeit, die einmal Gott gekannt haben, die mit Ihm gelebt haben, aber dann meinten, ihr Leben eigenständig, ohne Gott, leben zu können, die ihre Beziehung zu Gott und ihren Glauben an Gott dekonstruiert haben.
Sie merken erst, was sie eigentlich hatten, wenn alles, was sie mitnahmen an Prägung, an Erfahrung und an Reichtum der Persönlichkeit aufgebraucht ist und sie nackt und mittellos am Ende der Fahnenstange der Selbstverwirklichung angekommen sind.
Allen wollte Jesus nachgehen und will Er bis zum heutigen Tag. Heute kann Er das und tut Er das auf zweierlei einander ergänzende Weisen. Einerseits durch den Heiligen Geist und andererseits durch uns, wenn wir uns vom Heiligen Geist gebrauchen lassen.
Die Frage ist, ob wir uns gebrauchen lassen, für Jesus die Suche fortzusetzen, um das Verlorene zu finden und zu Ihm zu bringen.
Foto von Oleksandr Pidvalnyi: https://www.pexels.com/de-de/foto/orange-sicherheitsring-auf-mann-schulter-nahe-gewasser-319930/
Foto von Oleksandr Pidvalnyi: https://www.pexels.com/de-de/foto/orange-sicherheitsring-auf-mann-schulter-nahe-gewasser-319930/