Gott prüft

veröffentlicht in Sonntagsblog

Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Sacharja 13,9 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf dass euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird. 1.Petrus 1,6-7

Kein Mensch wünscht sich das, was wir hier lesen, und doch kommt es – wir gehen durch manches Feuer. Es kommt durch das Leben als solches, denn wir leben in einer zerbrochenen Welt, die erst neu und ganz wird, wenn Jesus wieder kommt und sie neu macht.

Und dann ist da noch das Element von Gottes Erziehung in unserem Leben. Ja, Er zieht uns mit Seilen der Liebe und Er leitet uns mit Seinen Augen und Er ist gnädig und barmherzig, langmütig und alles andere, was wir als die Frucht des Geistes kennen. Und Gott ist darin perfekt.

Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR die Herzen.
(Spr 17:3)

Und dennoch erzieht Er uns, lässt manches in unserem Leben verbrennen und zerbrechen. Warum? Weil Er es gut mit uns meint und wir, solange wir noch können, lernen sollen, unseren Fokus auf die Ewigkeit mit Ihm zu richten und nicht auf das vergängliche Hier und Jetzt.

Ist Er dann ein miesepetriger alter Mann, der uns nichts Schönes gönnt?

Mit Sicherheit nicht, denn Er will mit uns Seine Welt, den Himmel teilen, Er will uns als Seine Kinder an all Seinem Reichtum teilhaben lassen.

Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler als Silber.
(Spr. 16:16)

Aber wenn wir von dieser Welt alles erwarten, in ihr alles mitnehmen und mitmachen wollen, was sie bietet, dann werden wir uns automatisch von Ihm abwenden. Deshalb sagt Er uns auch: 1.Joh. 2:15 Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.

Man kann nicht diese Welt lieben und Gott lieben. Man kann aber die Welt mit Gottes Augen sehen und sie durch Ihn so lieben, wie Er sie liebt. Er gab Seinen Sohn aus Liebe für diese Welt, um die Menschen dieser Welt von ihr, ihrer Sünde, ihren Wertmaßstäben und ihren Gedankengebäuden zu retten. Und da lässt Er manches in unserem Leben verbrennen, woran wir noch gerne festhalten, woran unser Herz hängt und was unseren Blick auf die wesentlichen Dinge des Lebens mit Gott verstellt. Seien wir nicht zornig, sondern froh darüber.