Gnade, Liebe, Gemeinschaft
veröffentlicht in Sonntagsblog
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 2.Korinther 13,13
Was könnte man einer Gemeinde, die durch vieles hindurch gegangen ist, besseres wünschen, als die obigen Zeilen?
Dieser Schluss sticht heraus aus all den Briefen, die Paulus an Einzelne und Gemeinden geschrieben hatte. Es ist ein Schluss, der sie offensichtlich ganz in die Hand Gottes befehlen will. Es scheint, als „habe er fertig“. Und dennoch ist es kein bitterer oder entmutigter Schluss, der verständlich wäre, schaut man sich seine Geschichte mit ihnen an.
Die Gnade sei mit all denen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben in Unvergänglichkeit!
(Eph. 6:24)
Er befiehlt sie der Gnade des Herrn Jesus an, des Herrn der Gemeinde, des Herrn ihres Lebens. Sie brauchen diese Gnade in besonderer Weise, um Vergebung zu empfangen und Vergebung zu praktizieren. Sie müssen diese Gnade, dieses freie Geschenk Gottes, immer wieder neu buchstabieren und deshalb wünscht er ihnen viel davon. Ohne Gnade, ohne die Erkenntnis der Gnade Gottes in unserem Leben ist die Liebe Gottes für uns nicht nachvollziehbar, wird die Liebe Gottes zur Billigware, der heilige ewige Gott zum „lieben Gott“, der uns lieb hat, weil er ja nicht anders kann.
Wenn wir die Ursache der Gnade Gottes (unsere Verlorenheit), ihre Wirkungsweise (Jesu stellvertretendes Opfer) und ihr Ziel (uns zu retten und ins ewige Leben zu bringen) nicht verstehen, dann haben wir von der Liebe Gottes nichts und können sie weder wertschätzen noch begreifen noch durch unser Leben fließen lassen.
Dann ist aber auch das dritte, die Gemeinschaft des Heiligen Geistes nicht erlebbar.
… denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, …
(Röm. 5:5)
Wenn die Gemeinschaft nicht funktioniert, in einer Gemeinde nicht erlebt wird, dann in der Regel deshalb, weil weder das erste verstanden noch das zweite empfangen wurde. Tote Gemeinden und Kirchen tragen diese Merkmale.
Damit dies nicht auch in unserer Gemeinde zur traurigen Realität wird, lasst nicht ab, um diese 3 Dinge zu bitten, für uns selbst und für einander. Denn wenn ich dem Anderen von Herzen die Gnade Gottes wünsche, für sie bete, dann kann ich sie für mich nicht ausschlagen, es sei denn ich bin ein absoluter Heuchler und das will keiner von uns sein. Wenn ich die Liebe Gottes in das Leben eines Menschen hineinbitte, kann ich mich selbst schlecht für diese Liebe verschließen und wenn ich um die Gemeinschaft des Heiligen Geistes bitte, kann ich mich schlecht außerhalb dieser Gemeinschaft stellen. Ich lade uns alle ein: Beten wir darum, als gelte es unser Leben, und Gott wird uns hören und tiefgreifende Veränderung bringen.