Gesandte
veröffentlicht in Sonntagsblog
Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat. Lukas 10,16
Dies sagte Jesus den siebzig Jüngern, die er aussandte um die „Gute Nachricht“ vom nahe gekommenen Reich Gottes zu verbreiten.
Er macht ihnen ihre Stellung klar: Sie sind Seine Boten. Hinter ihnen steht Jesus und hinter Jesus steht der himmlische Vater.
Gilt das heute auch noch?
Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, ...
(Col 1:28a)
Jesus hatte vor Seiner Himmelfahrt den Jüngern gesagt, welche Stellung Er hat („Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben“), und welche Stellung sie haben („Darum geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker.“) Diese würden dann nicht ihre, sondern Jesu Jünger sein.
Ganz im Sinne obigen Verses: „Wer Euch hört, hört mich. Ich rede durch euch, Ich ziehe Menschen in Meine Nachfolge, Ich will, dass sie an Mich glauben. Wenn sie euch nicht hören, wenn sie eurem Zeugnis nicht glauben, dann verwerfen sie nicht euch, sondern Mich, sie wollen Mich nicht hören und sie wollen damit den Dreieinigen Gott nicht hören.
Also seid unbekümmert: Es geht nicht um euch. Es geht um Mich und ich werde zur gegebenen Zeit mit denen umgehen, die mich und damit den dreieinigen Gott nicht haben wollten.“
Natürlich freuen wir uns, wenn Menschen zuhören, wenn wir von unserem Glauben erzählen. Es macht uns vielleicht auch etwas stolz, dass wir erzählt haben und wenn wir dann gehört werden, dann noch etwas mehr. Aber Jesus sagt: „Wenn sie euch gehört haben, dann haben sie mich gehört.“
… um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen;
(Col 1:28b)
Wenn die Menschen die Augen verdrehen, uns den Vogel zeigen und sich genervt oder empört abwenden, dann trifft uns das auch. Wir fühlen uns schlecht und als Versager, weil wir es nicht besser hinbekommen haben. Sowohl der Stolz als auch das Sich-schlecht-fühlen steht uns gar nicht zu. Wir sind nur die Überbringer der Nachricht. Wir können einen Schritt zurück machen und Gott damit umgehen lassen. Er kann damit umgehen, abgelehnt zu werden, denn am Ende bleibt Er, wenn die Menschen schon lange nicht mehr sind. Je weniger wir uns angegriffen fühlen, umso leichter fällt es uns, den Auftrag Jesu auszuführen. Lassen wir uns ermutigen durch diese Zeilen und sprechen wir furchtlos von der Hoffnung, die in uns ist, in der Hoffnung und Erwartung, dass Seine Schafe Seine Stimme hören werden, auch wenn wir sie noch nicht als solche erkannt haben.