Erinnere dich!

veröffentlicht in Sonntagsblog

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103,2

Für viele Menschen, die mit der Bibel nichts zu tun haben, mag dieser Vers nur schwer nachvollziehbar zu sein, besonders wenn man den HERRN, von dem hier die Rede ist, nicht kennt. Die meisten Bibeln benutzen dieses in Großbuchstaben geschriebene Wort, weil sie da der griechischen Übersetzung des alten Testamentes folgen.

In übertriebener Gesetzestreue vermieden es die antiken Juden den Namen ihres Gottes auszusprechen, und umschrieben ihn mit dem Wort Kyrios, was Herr bedeutet. Dieses Kyrios konnte aber auch das hebräische Wort Adonai repräsentieren. Damit aber ersichtlich war, wann eigentlich der Gottesname JAHWEH gemeint ist, schreiben wir es in Großbuchstaben.

Sie lassen sich bestechen, um Blut zu vergießen. Du … suchst unrechten Gewinn an deinem Nächsten mit Gewalt - und mich vergisst du!, spricht Gott der HERR. “
( Hes. 22:12)

Die Aufforderung ist also, diesen Gott JAWEH zu loben. Und dann kommt die Aufforderung, das Gute, das dieser Gott getan hat, nicht zu vergessen.

In Deutschland sind wir ganz groß mit unserer Erinnerungskultur: Wir sollen uns immerwährend an die Schuld des deutschen Volkes gegenüber den Juden erinnern, damit wir nie wieder auf den Gedanken kommen so etwas wieder zu tun.

Aber warum sind wir zu dieser Erinnerungskultur verpflichtet? Wie kam es denn überhaupt dazu, dass unsere Großväter und Großmütter und deren Eltern diese Schuld auf sich luden?

Kam es nicht daher, dass man sich nicht mehr an denjenigen erinnerte, an den man sich erinnern sollte, nämlich an den Gott JAHWEH, der nicht nur der Gott der Juden, sondern der ganzen Welt sein will, an den Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat und alles was darauf ist?

Die Gottlosigkeit hat letztlich zu den Grausamkeiten des dritten Reiches geführt wie auch zu den Grausamkeiten des Kommunismus, des Maoismus und aller anderen Ismen, die die Geschichte hervorgebracht hat.

Wie kann also ein Staat wie Deutschland, der immer gottloser wird, erwarten, dass aus dieser Gottlosigkeit etwas anderes hervorkommt, als das, was wir aus der Geschichte schon kennen?

In Jesus Christus hat Gott Seinen Anspruch auf die ganze Welt neu formuliert: „Denn so (auf diese Weise) hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ ( Joh. 3:16)

Und dieser Anspruch wurde in Deutschland über viele Jahrhunderte anerkannt.

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: “
(Ps.103:2 )

Er hat die Kultur so sehr geprägt, dass in ihr Meisterwerke wie z.B. die von Johan Sebastian Bach entstehen konnten.

Die beste „Erinnerungskultur“ ist die, wenn wir uns unserer geistlichen Wurzeln wieder neu besinnen, uns mit Gott durch Jesus Christus versöhnen lassen und diesem Gott Ehre, Lob und Anbetung geben und uns von unseren gottlosen Philosophien und Ideologien abwenden, die am Ende nur wieder dazu führen, dass wir durch unser Tun wieder solch unsagbare Schuld auf uns laden, dass noch Generationen nach uns diese Schuld zu tragen haben. Erinnern wir uns des Besten, was Gott für uns getan hat, nämlich dass Er Jesus für unsere Schuld hat sterben lassen!

 

Foto von Harry Smith: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-des-alten-kirchengebaudes-unter-bewolktem-himmel-2886268/