"Wozu kam Jesus?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Dieser Tage feiern wir Weihnachten, den Geburtstag Jesu, den Tag Seines Eintretens in diese Welt. Der Tag Seiner Menschwerdung liegt ja ca. 9 Monate davor. Denn Mensch wurde Er, als Er sich als eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter Marias einnistete.

 

Wozu aber das Ganze? Wozu machte sich der Sohn Gottes auf den Weg und wurde so klein, so gering, dass Er in eine Eizelle passte? Wozu wuchs Er incognito bei einer Bauarbeiterfamilie auf?

 

Würde man Jesus fragen, dann würde Er nicht mit einer, sondern mit vielen Antworten aufwarten. Antworten, die aber alle in dieselbe Richtung zielen: 20 mal sagt Er „Ich bin gekommen … damit / um zu...“

 

Jesus kam in diese Welt

 

Er kam vom Vater, im Auftrag des Vaters, um den Willen des Vaters zu tun und das zu sagen und zu reden, was Ihm der Vater aufgetragen hatte.

 

Er kam als Licht in die Welt, damit die, welche die Finsternis dieser Welt nicht mehr ertragen konnten, ein Licht haben würden. Er kam als das Brot des Lebens in die Welt, damit die Menschen durch Ihn wirklich satt würden und ewiges Leben hätten. Er kam weder, um das Gesetz aufzuheben, noch, um die Welt zu richten. Er kam, um das Gesetz zu erfüllen, indem Er die Sünde der Menschen auf sich lud, und um dadurch die Welt zu retten.

 

Er kam, um die Sünder zur Buße zu rufen. Und damit die Sünder ihre Sünde erkannten, kam Er, um die nichtsehenden Sünder sehend zu machen – oft im wörtlichen Sinne, aber ebensooft auch im geistlichen Sinne. Dass sein Kommen nicht unwidersprochen blieb bedeutet, dass sich durch Beziehungen von Familien, Freunden, Arbeitskollegen das Schwert durchzieht, von dem Jesus sagte, dass Er gekommen sei, es zu bringen.

 

Das kam und kommt immer dann vor, wenn Menschen von Seinem Feuer entzündet werden, von der Leidenschaft für Ihn und Sein Erlösungswerk. Aber auch dazu, sagt Er, ist Er gekommen. Und ob es uns passt oder nicht: Jesus ist die Wahrheit. Er sagt gegenüber Pilatus, dass Er dazu in die Welt gekommen ist, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen, und schlussendlich für diese Wahrheit zu leiden und zu sterben.

 

Das sind zusammengefasst Jesu eigene Aussagen, warum Er gekommen ist und was Er tat. Und Er tat es, so sagt es die Schrift, mit Vollmacht, mit den mitfolgenden Zeichen des nahen Reiches Gottes.

 

Jesus lebte als Vorbild

 

Er hatte 12 Jünger, denen Er dieses Model vorlebte und erwartete, dass sie Ihm darin nachfolgten. Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass das Vermächtnis Jesu im Missionsbefehl genau das beinhaltet.

 

Jesus ist die Grundlage (Sein stellvertretender Opfertod) und der erste Verkünder des Evangeliums von der Erlösung des Menschen durch den Christus.

 

Dass Er den Menschen das Erlösungshandeln Gottes vor Augen führte, ist kein Selbstzweck, sondern macht deutlich, dass diese gute Botschaft, das Evangelium, eine Kraft ist, die sich auswirkt.

 

Demzufolge müssen wir, wenn wir die Auswirkungen haben wollen, mit dem Evangelium beginnen.

 

Warum „springen“ denn „die Bande“, von denen in einem Weihnachtslied die Rede ist?

 

Sie springen, weil Jesus die Sünde und den Tod entmachtet hat, weil Jesus das Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat. Weil Er der Anfang eines neuen Menschengeschlechts ist, das die Fähigkeit hat, der Sünde zu widerstehen, weil es eine neue Natur, Seine Natur, hat.

 

Die Bande springen, weil die sündhafte Natur nicht mehr zu ihrem Recht kommt und sich das Handeln aus der Rechtfertigung heraus zu gerechtem Handeln verändert.

 

Die Geburtstagsfeier Jesu ist auch dieses Jahr wieder eine Gelegenheit, über den Rand der Krippe von Bethlehem hinaus auf das ganze Bild zu schauen, weshalb Jesus gekommen ist.

 

Was wäre, wenn?

 

Was wäre passiert, wenn Jesus Dank Seiner Gottessohnschaft, auf Erden alle Krankheiten geheilt hätte, jede Hungersnot gelindert, und jeden Krieg beendet hätte, aber nicht am Kreuz von Golgatha für unsere Sünden gestorben wäre?

 

Was hätte sich für uns verändert?

 

Was hätte sich für die Welt verändert?

 

Nichts! Rein gar nichts!

 

Wir Menschen, in deren Herzen der Grund für Streit, Unzufriedenheit, Undankbarkeit, Habgier, Zügellosigkeit, Lüsternheit ist, hätten immer noch keine Chance neu zu werden. Wir würden kein neues Herz bekommen und damit die Ursache für all das Elend und die Not dieser Welt nicht überwinden können.

 

Was also liegt näher, als da anzufangen, darum zu werben, zu beten, zu kämpfen, dass Menschen neue Herzen durch die Wiedergeburt bekommen?

 

Jesus hat Seine persönliche Mission (Sein Leben für die Erlösung zu geben) vollendet. Aber uns hat Er beauftragt, diese Botschaft von der Erlösung in Seinem Namen weiter zu verbreiten, bis Er wieder kommt.

 

Auch diese Weihnachtszeit ist wieder so eine Gelegenheit, in der wir Menschen mit dem Evangelium, der guten Nachricht von Jesus, dem Erlöser bekannt machenund auch zu Gottesdiensten einladen können.

 

Wen lieben wir genug, um ihm die Botschaft von der Erlösung durch Jesus zu gönnen und ihn dazu einzuladen?

 

Wen lieben wir genug, dass es uns egal ist, was diese dann über uns denken, wenn wir sie einladen?

 

Eine praktische gibt Gelegenheit es wieder, wenn wir mit Flyern die nähere und weitere Nachbarschaft einladen.

 

Und man kann natürlich auch in seiner Nachbarschaft, da wo man wohnt sogar persönlich mit dem Flyer, zum Weihnachtsgottesdienst einladen.

 

Nie sind die Menschen offener als an Weihnachten.

 

Eure Eugen und Jürgen