"Öfter mal was Neues"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Constant Change is here to stay“, war ein Motto von Newfrontiers, dem apostolischen Netzwerk, der Familie von Gemeinden, zu dem die Regio-Gemeinde gehörte1. Es bedeutet so viel, wie: „Beständige Veränderung soll hier bleiben“.

 

Warum hatte man dieses Motto neben manch anderem gewählt?

 

Weil da, wo keine Veränderung ist, Stagnation eintritt. Die Reformation hatte schon ein ähnliches Motto: „Ecclesia semper reformanda est“. „Die Gemeinde muss immer wieder erneuert werden“. Damit meinten die Reformatoren sicherlich nicht, dass die Lehre immer wieder zu erneuern ist, wie das in vielen Kirchen der Fall ist, sondern die Form und Praxis, wie die Gemeinde die Lehre auslebt.

 

Priestertum aller Gläubigen

 

Die Regio-Gemeinde vertrit das Priestertum aller Gläubigen und das beinhaltet, dass wir die Initiative, Mitarbeit, Verantwortung, Kreativität, Begabung unserer Mitglieder fördern und freisetzen wollen. Deshalb suchen wir immer wieder neue Wege, wie das passieren kann.

 

 

Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sproßt es auf. Erkennt ihr es nicht ?

 

(Isa. 43:19)

 

Einer der Wege ist es, in kleinen Gruppen erste Erfahrungen zu machen mit seiner Begabung, mit seinen Ideen, mit seinen Initiativen.

 

Die Kleingruppen sind eine überschaubare Einheit in der Gemeinde, die helfen sollen, dass keiner alleine bleibt und seinen Glauben alleine leben muss.

 

Die Kleingruppen sollen auch eine Möglichkeit sein, Freunde, Familie, Arbeitskollegen, Mitschüler und -studenten in die Gemeinde einzuladen.

 

Deshalb ist unser Wunsch auch, dass die Kleingruppen ein Ort sind, wo man gerne hin geht, von dem man begeistert ist. Wo man es sich nicht nehmen lässt, mit den anderen der Gruppe zusammen zu sein.

 

 Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird,

so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.

 

(2 Kor. 4:16)

 

Damit die Kleingruppen ein Ort sind, wo genau das passiert, werden wir in der nächsten Zeit der Initiative, dem Ideenreichtum und der Kreativität ganz neu Raum geben.

 

Es werden thematische Kleingruppen entstehen, die sich durch Eure Initiative bilden können. Also, wenn Ihr schon lange mal eine „Nachtwanderungsgruppe“ machen wolltet, ist das Eure Chance. Meldet Eure Ideen für Initiativen bei Thomas Berger an. Beschreibt, was Ihr in einer Kleingruppe machen wollt, wann und wie. Und dann seid gespannt, ob diese Idee für 3 Monate durchgeführt werden kann.

 

Immer 3 Monate

 

Warum nur 3 Monate?

 

1. Damit die Zeit überschaubar ist und man sich eher traut, es zu versuchen.

 

2. Damit man im kommenden Jahr mehrere Dinge ausprobieren kann, mehr Leute mit ihren Ideen dran kommen.

 

3. Damit wir in einen Fluss kommen, wo neue Leute leichter in Kleingruppen hinein kommen, leichter Kontakte entstehen und man vielleicht in diesem Jahr auch das eine oder andere Gemeindeglied näher kennen lernt, was bisher gar nicht im Horizont war.

 

Wir träumen nicht nur

 

Wir träumen von Kleingruppen, die so dynamisch sind, dass sie im Verlauf dieser 3 Monate wachsen, weil das, was man zusammen macht, ansteckend ist, neue Leute, die Jesus noch nicht kennen, dazu stoßen und dabei bleiben.

 

Wir träumen nicht nur davon, sondern wir beten dafür und wir haben den Prozess angestoßen. Jetzt sind wir alle gefragt: Lasse ich mich auf das Neue ein? Lasse ich mich darauf ein, sodass ich mich aus meiner Wohlfühlzohne herausbegebe?

 

Was wird in dieser Zeit geschehen?

 

Es wird sich herausstellen, wer unter uns die Hirtentypen sind, die bemerken, wenn jemand fehlt. Sei dies aus der alten Kleingruppe oder aus der neuen. Und sie werden ihnen nachgehen.

 

Es wird sich herausstellen, wer die Leiter sind, die Initiative ergreifen und andere mitziehen.

 

Es wird sich herausstellen, wer ein Diener ist, der anderen hilft, damit die Idee Wirklichkeit wird. Es werden sich je nach dem Gastgeber, Organisierer, Unterhalter, Lehrer etc. herausbilden, die bisher im Windschatten der alten Struktur versteckt waren.

 

 

 Halleluja! Singt dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Frommen!“

 

(Ps. 149:1)

 

Wir sind alle miteinander unterwegs, dieses Mal nicht mit unserem Gottesdienst, sondern mit unseren Ideen und in unseren Beziehungen zueinander, die sich neu bilden können.

 

Wir laden Euch ein: betet, glaubt, erwartet und arbeitet mit, entwickelt Ideen und übernehmt Verantwortung dafür, dann kann dieses Experiment gelingen und wir alle gewinnen an Erfahrung, Freude und auch an Wachstum, sowohl persönlich als auch numerisch.

 

Dazu wollen wir alle, so gut es geht, uns gegenseitig ermutigen, denn Gemeinde ist ein Leib zu dem wir alle gehören, und das ist eine alte, unveränderliche Wahrheit.

 

Eure Eugen und Jürgen