"Nicht wie ich will..."

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wäre dieser Satz nicht gefallen, wäre die Weltgeschichte völlig anders verlaufen. Eine Welt wie die heutige gäbe es nicht.

 Warum?

 

Jesus hätte dann Seinen eigenen Willen getan - wie dies die meisten Menschen tun, oft auch die Christen.

 

Was wären die Folgen gewesen?

 

Unvorstellbar!

 

Warum?

 

Weil wir uns eine Welt ohne Gott nicht vorstellen können.

 

Jesu „Eigenwillen" und Seinen damit verbundenen Ungehorsam gegen den gemeinsam beschlossenen Erlösungsplan hätte eben nicht nur die Erlösung gekostet.

 

Es wäre das Ende gewesen.

 

Jesu Gehorsam war sowohl für uns absolut notwendig als auch für Jesus und die Trinität.

 

Als Adam seinen eigenen Willen tat, hatte das Auswirkungen auf die ganze Schöpfung.

 

Was wäre gewesen, hätte ein Teil der Trinität "seinen eigenen Willen" getan? Es wäre das Ende derselben gewesen!

 

"… sondern wie du willst"

 

Jesus sei Dank, sagte Er „Nein“ zu Seinem eigenen menschlichen Willen, nein zu einem Ausweg, der keiner war, und "Ja" zu dem Willen des Vaters.

 

Gott sei Dank ist Er uns damit zum Urheber unseres Heils geworden.

 

Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich

 

(Ps. 40:8-9)

 

Aber was ist die Konsequenz davon?

 

Was ist die Konsequenz aus dieser so grundlegenden Tatsache?

 

Paulus formuliert es in Philipper 2:5-10: Wir sollen (Imperativ!) dieselbe Gesinnung, dasselbe Denken, dieselbe Haltung und dieselbe Praxis haben wie Jesus.

 

... nicht mein Wille geschehe sondern Dein Wille."

 

Wenn wir das so sagen können und wollen, dann sind wir wirklich Christen. Dann haben wir unser Leben tatsächlich Jesus als dem HERRN unseres Lebens untergeordnet.

 

Wenn wir unseren Willen entmachten, dann entmachten wir den Willen des Fleisches. Jesus ließ es zu, dass Sein Leib, Sein Fleisch gekreuzigt wurde. Das tat Er für uns!

 

Deshalb haben wir die Möglichkeit zu sagen: Mein Fleisch und sein Wille ist am Krenz getötet wordenmit Jesus.

 

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!

 

(1 Thess. 5:11)

 

Es hat nichts mehr zu sagen.

 

Ich lebe nicht mehr nach den Wünschen meines Fleisches. Ich lebe nach dem Willen des Geistes, den er in mich hinein gelegt hat.

 

Viele kontroverse Fragen in der Christenheit der Gegenwart würden sich erübrigen, würde dieses"... nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille" gelebt.

 

Im März-Brief war das Thema Buße. Dort haben wir davon gesprochen, dass sie niemand gerne hat, aber sie notwendig ist. Und wir haben davon gesprochen, dass es ein Gnadengeschenk ist.

 

Dieses Geschenk muss ausgelebt werden in der bisher beschriebenen Haltung. Das nennt die Bibel Heiligung. Es ist die beständige Übereignung und immer wieder neu im Alltag praktizierte Haltung: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

 

Erinnerung und Ermutigung

 

Damit wir in dieser Haltung leben, brauchen wir die Erinnerung des Wortes Gottes, die wir haben, wenn wir es täglich lesen.

 

Diese haben wir auch, wenn wir durch seine Auslegungen im Gottesdienst damit konfrontiert werden. Und wir haben sie, wenn wir in Gemeinschaft einander ermutigen, es zu leben.

 

... ermuntert einander jeden Tag, solange es «heute» heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!“

 

(Heb 3:13)

 

Die neuen Kleingruppen sind mehr als nur „Fungruppen“. Es sollen „thematisch geprägte Gruppen“ sein, an denen wir das, was in normalen „Hauskreisen“ geschieht, ebenso erleben. Wir haben Gemeinschaft und darin erleben wir Jesus und teilen miteinander, was wir mit Jesus erleben. Sie sind also auch Gruppen, in die man dem Glauben noch Fernstehende einladen kann, so dass sie von dem „miteinander teilen“ etwas mitbekommen.

 

Vertrauensvoll

 

Dadurch, dass wir uns in der Gemeinschaft wahrnehmen, sind wir in der Lage, einander ins Leben hinein zu sprechen. Wir können unsere Beobachtungen teilen. Wir können auch einander bitten, uns Feedback zu geben.

 

Wie erlebst du mich?

 

Erlebst du mich als einen Menschen, der Jesus von Herzen nachfolgt?

 

Was fällt dir an mir auf, wo hast du Zweifel an meinem Handeln oder Verhalten?

 

Vertrauensvolle Beziehungen sind dazu in der Lage, hier bereichernd zu wirken.

 

Die erste vertrauensvolle Beziehung ist die in Jesus. Wenn wir in Ihn vertrauen, an Ihn glauben als dem Herrn unseres Lebens und Herrn aller Herren, dann wissen wir, dass wir in Seiner Hand sicher sind und Sein Wille das Beste ist, was uns begegnen konnte. Sein Wille ist es, uns durch und durch vollkommen zu machen, vollkommen in Sein Bild zu verwandeln, vollkommen uns zu Söhnen des himmlischen Vaters zu machen.

 

Da ist das einzig richtige zu sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, ebenso auch auf Erden.“

 

Eure Eugen und Jürgen