"Lebendiges Wasser umsonst!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

"Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst." (Off 21:6) So lautet der vollständige Vers, aus dem die Jahreslosung für 2018 ist. Sie steht in einem Kapitel der Offenbarung, das vom Kommen des himmlischen Jerusalems spricht.

Nicht umsonst heißt es in unserem Vers: "...es ist geschehen." 

Etwas ist zum Abschluss gebracht. Ab jetzt geht es wirklich um die "Zukunft in der Gemeinschaft mit Jesus".

Das Wasser des Lebens, von dem die Rede ist, kommt vom Strom des "Wassers des Lebens".

Und bei diesem steht der Baum des Lebens. Alles ist Teil des "Himmlischen Jerusalems", das am Ende auf einer neuen Erde sichtbar werden wird.

Wenn wir in der Jahreslosung zum "umsonst Trinken" eingeladen werden, dann muss uns bewusst sein, dass dies immer im Vorgriff auf den Himmel geschieht.

 Es ist die Kultur des Himmels, die frei ist! Die ohne Leistung etwas gibt.

 Das Wasser des Lebens ist lebensnotwendig. Alles Lebensnotwendige ist frei, man muss nicht bezahlen. Die Gnade ist frei, die Vergebung ist frei, weil Jesus unsere Schuld bezahlt hat.

 

  Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt!  Matt. 10:8

 

Jesus sagt an anderer Stelle: "Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es weiter." - Gemeint war das Evangelium.

Das soll auch in unserer Gemeinde immer wieder deutlich sichtbar werden. Unsere Angebote sollen frei bleiben, sie sollen für jeden zugänglich sein. 

Wir wollen die Kultur des Himmels jetzt schon leben, so gut das uns hier möglich ist.

Meine Tochter wollte in Amerika in einer Kirche in eine Mutter-Kind-Gruppe. Sie wurde informiert, dass das insgesamt mehrere hundert Dollar kostet, weil man ein Buch/ Kurs miteinander macht.  

Man könnte sagen: "Andere Länder, andere Sitten."

Man könnte aber auch sagen: "Wir wollen hier alle Anstrengungen unternehmen, dass wir Angebote unser Gemeinde so gestalten, dass sie frei zugänglich sind."

Das bedeutet, dass wir als Gemeinde den Topf, aus dem das dann bestritten wird, gemeinsam so auffüllen, dass immer genügend drin ist, um die Aufgaben zu bewältigen. 

Gemeinde ist ja nicht irgendetwas Nebulöses, eine Institution die schon irgendwie funktioniert. Gemeinde Jesu sind die sich Jesus und einander gegenseitig verpflichtenden Nachfolger Jesu, die durch die Türhüter der Gemeinde, die Ältesten, Zugang und Platz und dann auch Aufgabe und Amt erhalten.

Also sind wir, jeder von uns, Teil dieser Gemeinde, die wir uns bewusst für diese Gemeinde und ihre Prinzipien entschieden haben und diese Prinzipien leben. 

 

„ Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat,..“
(Apg 20:28)

Als Älteste sind wir, nach der Bibel, Jesus für das Wohl und Wehe der Herde, über die uns der hl. Geist als Hirten eingesetzt hat, verantwortlich.

 Wir haben uns deshalb auch in diesem Jahr vorgenommen, das zu tun, was uns Jesus vor die Füße legt, entsprechend unser aller Möglichkeiten.

Wir wollen niemanden überfordern. Das wird uns umso mehr gelingen, je mehr wir das, was wir tun, gemeinsam tun und möglichst jeder seinen Teil beiträgt.

Nicht jedem wird dies im selben Masse möglich sein, insbesondere denen, denen das Alter beginnt zuzusetzen.

Aber Gott sei Dank durften wir im vergangenen Jahr wachsen und sind somit in der Lage die Arbeit, verteilt auf mehr Schultern, gemeinsam zu tragen.

 Im neuen Jahr sollen die Kleingruppen neu gestaltet werden. Warum? Weil manche zu groß und manche fast zu klein sind. Weil manche im Durchschnitt sehr jung und manche älter sind.

Ziel ist es, das Wachstum zu beheimaten und weiter zu kultivieren. Wenn gute, dynamische Kleingruppen vorhanden sind, ist man eher geneigt, auch mal einfach jemanden dazu mitzunehmen. 

  „Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen“
(Gal. 6:2)

Aber nicht nur deshalb sollen sie neu geformt werden. Wir wollen das Gemeinsame stärken, das Miteinander von Alt und Jung fördern, das Miteinander von Alleinstehenden und Familien, und so miteinander Neues wagen. 

Wie viel können wir immer wieder auch voneinander lernen, wenn wir über den eigenen Tellerrand hinaus schauen! 

Es ist schon so viel in den Einzelnen vorhanden. Wenn es nur zu Tage gefördert würde und genutzt würde, könnten wir einander in Vielem bereichern.

Wie soll die Perspektive dieser Kleingruppen sein? Unsere Kleingruppenleiter werden gemeinsam und mit Euch eine Lösung finden, eine Perspektive aufzeigen. 

Wichtig ist, dass die Kleingruppen für uns alle ein Ort sind, wo wir gerne hingehen, uns wohl fühlen und andere mitnehmen wollen. Wenn das der Fall ist, dann können sie zu einem Ort werden, an dem Menschen vielleicht noch vor dem Gottesdienst mit der Gemeinde Bekanntschaft machen.

 Sie können ein Ort sein, wo wir in aller Freiheit unsere Gaben entdecken und entwickeln. Wo Leiterschaft heranwächst, wo Dienste offensichtlich werden.
So können wir uns auf einfache Weise dienen und einander vieles ermöglichen, was sonst nicht ginge.

Wenn wir im Kern, in den Kleingruppen, gesund sind, sind wir als Einzelne wie auch als Gemeinde gesund und tragfähig und können unsere Angebote auch in Zukunft wirklich frei halten.

Wir freuen uns auf das neue Jahr mit euch, mit dem vielen Neuen, mit den Aufgaben und Herausforderungen und den Erfolgen und Freuden

 

Euer Eugen und Jürgen