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19. Nov.
2017
Der Richterstuhl Christi Blog-Post Bild

Der Richterstuhl Christi

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. 2.Korinther 5,10

 

Da ist die Flaschensammlerin, die verknackt wird, wegen … oder die Kassiererin, die nach 30 Jahren an der Kasse wegen 1,30 € unterschlagenen Pfandbons fristlos gefeuert wird.

 

Die Kleinen hängen und die Großen laufen lassen!

 

Und auf der anderen Seite werden unsere Politiker, wenn überhaupt, nur dadurch bestraft, dass sie (in der Regel ausgestattet mit üppigen Pensionsansprüchen) nicht mehr gewählt werden, wenn letztlich durch ihr Verschulden Millionen und Milliarden den Bach herunter gehen.

 

Ist das gerecht?

 

Nein, ist es nicht. Aber ist diese Welt überhaupt gerecht? Selbst die größten Gerechtigkeitsfanatiker unserer Tage sind so weit ideologisch gepolt und auf dem anderen Auge blind, dass es auch durch sie nicht wirklich gerechter zuginge.

 

Warum?

 

Weil wir ungerecht sind und nicht nur ungerecht handeln. Wir sind von unserem Wesen her nicht fähig wirklich gerecht zu sein.

 

Das einzig Tröstende könnte sein: Ob uns das passt oder ob wir das jetzt akzeptieren oder uns vorstellen wollen oder nicht: Am ende werden wir alle für das, was wir getan haben, zur Rechenschaft gezogen.

 

Es wird ein unbarmherziges Gericht über uns ergehen (Jak.2:13). Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es wird kommen, es sei denn, wir sind bereits von Gott gerechtfertigt, gerecht gemacht, haben ein neues Leben von Ihm bekommen und haben auch ein gerechtes Wesen von Ihm bekommen.

 

Keiner entgeht dem gerechten Gericht Gottes.

 

Das wird den ganzen Unterschied darstellen, wenn wir vor dem Richterstuhl Jesu stehen.

 

Sind wir durch Ihn gerecht gemacht? Und das nicht aus eigenem Gutdünken, nicht aus eigener Anstrengung oder Leistung, sondern weil wir uns ganz Seiner Gnade anvertraut haben im Wissen, dass wir nicht gerecht sind und unser Tun nicht gerecht ist?

 

Wenn das der Fall ist, dann verliert der Richterstuhl Jesu seinen Schrecken. Wir werden dann hineingehen ins Reich Seines Vaters, ausgestattet mit dem Erbe und mit der Aussicht auf den Lohn unseres Lebens als Christ. Darauf kannst du dich freuen!

 

Dein Eugen

 

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12. Nov.
2017
Zeit der Gnade Blog-Post Bild

Zeit der Gnade

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils. 2.Korinther 6,2

 

Es soll Sträflinge geben , die nach Verbüssung einer langen Haftstrafe nicht mehr in die Freiheit wollen, weil sie sich davor fürchten, in der Freiheit nicht mehr zurecht zu kommen.

 

Wenn Freiheit winkt bleibt kaum jemand gerne gefangen.

 

Aber wenn jemand, den die Todesstrafe erwartet, kurz vor seiner Exekution aus der Todeszelle herausgeholt wird und entlassen wird, ist kaum anzunehmen, dass er dann noch im Gefängnis bleiben will. Er ist froh, sein Leben behalten zu können. Und vielleicht ist er dankbar für eine neue Chance und nutzt sie auch.

 

Wenn wir Menschen das Evangelium verkünden, dann bringen wir ihnen die Botschaft: Du kommst aus der Todeszelle raus! Es gibt für dich eine zweite Chance. Komm mit!

 

Es ist eine Zeit des Heils, eine Zeit der Gnade.

 

Wird ein zum Tode Verurteilter aus der Todeszelle heraus entlassen, dann nicht, weil er begnadigt worden ist, sondern weil seine Unschuld erwiesen wurde.

 

Aber unsere Schuld ist erwiesen, die Schuld aller Menschen ist erwiesen. Da ist keiner, der gerecht ist, keiner, der ohne Sünde ist, keiner, der Gutes tut, keiner!

 

Wenn wir vom Todestrakt heraus kommen, dann nicht, weil wir unschuldig sind, sondern weil ein anderer für uns hingerichtet wurde. Wir können das annehmen und als freie Menschen heraus spazieren, oder ablehnen, und dann werden wir sterben. Das Gerichtsurteil bleibt dann bestehen.

 

Gott ist der Geber, der Garantierende und der Ermöglichende des Friedens.

 

Im Sommer war zu lesen, dass die letzten FARC Rebellen ihre Waffen abgegeben haben. Der Friede in Columbien ist trotzdem trügerisch. Werden sich alle daran halten?

 

Bei Gott ist, wenn Er uns Frieden anbietet, wirklich Frieden. Es ist mehr, als dass die Waffen schweigen. Er macht aus uns, Seinen Feinden, Seine Freunde, Seine Kinder, Seine Söhne.

 

Er lässt uns an Seinem Reich teilhaben, Er nimmt uns in Sein Haus auf. Das ist echtes Heil, echte Gnade. Das funktioniert deshalb, weil Er uns nicht nur frei macht, uns nicht nur Frieden anbietet, sondern weil Er uns sogar eine neue Natur schenkt, ein neues Wesen, das tatsächlich in Frieden mit Ihm leben kann, weil nicht mehr das Böse, die Sünde in uns Herschen muss sondern der Geist Gottes in uns herrschen will. Durch das neue Wesen und den Heilgen Geist, gibt es tatsächlich den Schalom, den Gottesfrieden.

Euer Eugen

 

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05. Nov.
2017
Das Böse mit Gutem überwinden Blog-Post Bild

Das Böse mit Gutem überwinden

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,21

 

Das ist mir zu schwarzweiß. Das glaube ich so nicht mehr, da gibt es viele Abstufungen“, sagte jemand neulich in einem Gespräch. Böse und Gut sind Schwarzweißkategorien. Entweder etwas ist böse oder es ist gut.

 

Um das Böse überwinden zu können, muss man das Böse kennen.

 

Das bedeutet, dass man wissen muss, was gut und böse ist, um nicht vom Bösen besiegt zu werden. Siege kommen unterschiedlich zustande: Nach langem Kampf oder durch plötzliche Überrumpelung. Letzteres gelingt dann, wenn man den Feind nicht als Feind erkennt, oder ihn zu spät sieht oder seine Taktik irreführend ist.

 

In Jesaja 5 V 18-23 ist zu lesen: „Weh denen, die das Unrecht herbeiziehen mit Stricken der Lüge und die Sünde mit Wagenseilen und sprechen: Er (Gott) lasse eilends und bald kommen sein Werk, daß wir's sehen; es nahe und treffe ein der Ratschluß des Heiligen Israels, daß wir ihn kennenlernen! Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug! 22 Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und wackere Männer, Rauschtrank zu mischen, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind!“

 

Das, was die Bibel Sünde nennt, nennt diese Welt gut, was die Bibel unrecht nennt, nennt sie recht und die Kirchenführer machen sich zu ihren Fürsprechern und das Kirchenvolk lässt sich verführen.

 

Nicht die Welt, sondern das Wort Gottes bestimmt, was böse ist.

 

Wir können das Böse nur überwinden, wenn wir es kennen, identifizieren und benennen. Und wir können es nur überwinden, wenn wir uns im Guten befinden. Der Vers heißt eigentlich: überwindet, besiegt das Böse im Guten. Im Guten sind wir, wenn wir eingekleidet sind in der Gerechtigkeit Jesus, bedeckt durch Sein Blut, versiegelt mit Seinem Geist, gehorsam Seiner Führung, feststehend auf dem Fundament Seines Wortes, ausgestattet mit der Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit. Wenn das der Fall ist, kann uns das Böse nicht überwinden, auch wenn wir an seinen Pforten leben müssen. Folgen wir also Jesus radikal nach!

Euer Eugen

 

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01. Nov.
2017
"Gott unter uns" Blog-Post Bild

"Gott unter uns"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Ein Teil der Thesen Luthers beschäftigte sich mit der Frage nach dem Schatz der Kirche. Was ist das Kostbarste, das die Kirche, die Gemeinde Jesu hat.

 

 

Diese Frage wurde und wird bis heute unterschiedlich beantwortet. „Der Schatz der Kirche ist ... der Ablass, …die Sakramente, … die Armen, ...die Laien und Ehrenamtlichen.“ Allerdings finden wir in der Bibel nirgends eine solche Aussage.

 

Über Schatz oder Schätze spricht Jesus, als Er sagt, dass wir unser Herz nicht an Vergängliches hängen sollen, sondern Schätze im Himmel sammeln sollen.

 

Im Gleichnis vom Schatz im Acker macht Er letztlich deutlich, dass Er alles aufgegeben, hingegeben hat um den Acker, diese Welt, zu kaufen, um aus dem Dreck dieser Welt den Schatz, Seine Gemeinde, herauszuholen.

 

Und wozu das Ganze?

 

Der wirkliche Schatz

 

Die Antwort ist im Spruch für diesen Monat. Der steht in Hesekiel 37,27 „Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“

 

In Hesekiel 11 verlässt die Herrlichkeit des Herrn den Tempel und die Stadt Jerusalem.

 

Das, was Gottes Absicht gewesen war und noch immer ist, war nicht mehr.

 

Gott hatte buchstäblich den Ort, an dem Er Seinem Volk nahe sein wollte, verlassen. Er wohnte nicht mehr unter ihnen.

 

26 Kapitel später kommt die Ankündigung, dass Er wieder unter Seinem Volk wohnen will.

 

Was das Volk nicht wusste, war die Art und Weise, wie Gott das wahr machen würde.

 

Es wäre nicht mehr eine Wolke über der Bundeslade. Es wäre die Herrlichkeit in der Gestalt eines Babys und in Gestalt des später erwachsenen

 

Mannes. Er würde leibhaftig unter Seinem Volk wohnen.

 

Nur - ein Gutteil Seines Volkes Israel würde Ihn weder erkennen, noch anerkennen, noch aufnehmen. Und das hat sich bis heute nicht wesentlich geändert.

 

Johannes berichtet in seinem Evangelium in Kap. 1:14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

 

Im Alten Testament konnte man Gott weder sehen, noch sich ihm nahen. Als die Herrlichkeit Gottes in den Tempel Salomos einzog konnte niemand in den Tempel.

 

Gott zum „anfassen“

 

Aber Johannes sagt: „Wir sahen seine Herrlichkeit und wir haben von ihm genommen Gnade um Gnade.“ Das macht etwas von der Nahbarkeit Gottes in Jesus deutlich.

 

 

Wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater.“

 

 

Wenn man die Frage stellt, was das Kostbarste ist, was die Gemeinde hat, dann ist das mit Sicherheit die Gegenwart Gottes.

 

Was gibt es kostbareres, als dass der unendliche, allmächtige, allgegenwärtige, allwissende, heilige, gerechte und doch so barmherzige Gott sagt: Ich will unter ihnen wohnen?

 

Nun, Jesus verließ die Erde und wird bis zum Ende der Zeit nicht wieder kommen.

 

Wie will Er dann unter uns sein?

 

Durch den heiligen Geist, der ebenso Gott ist wie Jesus und der Vater.

 

2000 Jahre danach

 

So wie in Jesus die Fülle Gottes leibhaftig unter den Menschen war, ist durch den Heiligen Geist diese Fülle wiederum unter uns.

 

Die kommende Adventszeit richtet unseren Blick auf die Menschwerdung Jesu. Dabei kann man sich irgendwie leicht von der „Weihnachtserwartung“ anstecken lassen.

 

Dabei ist Jesus schon seit 2000 Jahren durch den heiligen Geist beständig unter uns.

 

Ihm Raum zu geben, Ihn unter uns wirken und handeln zu lassen ist das, was an uns ist! Alles andere will Er tun.

 

Mancher wünscht sich, dass er Jesus mehr erlebt, mehr Erfahrungen mit Ihm macht, Ihm intensiver begegnet auch in unseren Gottesdiensten.

 

 

Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt euch vom Geist erfüllen..“

 

Eph. 5:18

 

 

Und genau das ist mein größter Wunsch, dass wer in die Regio-Gemeinde Weil kommt genau das erlebt. Denn was ist unsere Daseinsberechtigung, wenn wir nicht das Haus Gottes sind, gebaut aus lebendigen Steinen, in dem der Heilige Geist wohnt, in dem Er Jesu Herrlichkeit zum Erstrahlen bringen kann, in dem Er die Versöhnung, Erlösung und Heilung Jesu erfahrbar machen kann.

 

Sei hungrig und erlebe Gott!

 

Gott lädt dich ein, Teil Seines Volkes zu sein, als Teil Seines Volkes aktiv Seine Gegenwart zu suchen, in Seiner Gegenwart zu leben, mit Seiner Gegenwart zu rechnen und dich von Seiner Gegenwart überraschen zu lassen.

 

Der November hat keine besonderen Programpunkte, erlaubt also das ganz normale Gemeindeleben von Gottesdienst, Kleingruppen, Lehrabenden, von Mosiak, Pusteblume, Sprachcafè, gemeinsamem Mittagessen, Leiter-/Mitarbeitertreffen. Gott will bei allem, was wir tun, gegenwärtig sein, will in allem was wir erleben Seine Herrlichkeit zeigen.

 

Lasst uns mit ihm rechnen und ihm Raum und Herrschaft geben. Lasst uns in die Gemeinschaft kommen mit der Erwartung, dass Er in besonderem Mass da ist und lasst uns andere zu dieser Erfahrunge einladen.

 

Eure Eugen, Jürgen, Roger

 

 

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29. Okt.
2017
Sich Gott nahen Blog-Post Bild

Sich Gott nahen

von Eugen

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

 

Unser Vers ist eine Antwort auf die Frage des Volkes Isreal, wie man Gott nahen soll und kann.

Was bedeutet es sich Gott zu nahen?

Was „sich Gott nahen“ bedeutet, verstehen wir nicht, wenn wir nicht in die Welt der absoluten Herrscher eintauchen. Dazu gibt die Geschichte der Königin Esther aus dem 5 vorchristlichen Jahrhundert eine gute Illustration. Sie war, nachdem die Königin Vasti von ihrem Mann Ahasveros wegen Rebellion verstossen wurde, an deren Stelle auserwählt worden. Doch obwohl sie Königin war, durfte sie sich ihm nicht nahen, wenn er sie nicht zu sich rief.

Daraus wurde möglicherweise später der Spruch „Gehe nicht zum Fürsten, wenn du nicht gerufen wirst!“

Dem ablsoluten Herrscher sich zu nahen, war unmöglich, es sei denn mit etwas, was einem den Zutritt ermöglichte, ein Geschenk, eine gute Nachricht oder eine Einladung.

Die Israeliten fragten, welches Opfer sie wohl berechtigte, sich Gott zu nahen. Dieser Frage erteilt Micha im Auftrag Gottes eine schroffe Antwort: „Es ist ganz einfach, haltet Gottes Wort, seid praktische Täter der Liebe und lebt demütig vor Gott.“

Die Reformation machte dem Wildwuchs der Selbsterlösungsexzesse ein Ende. „Hier ist Gottes Wort in eurer Sprache. Lest es und tut es.“ Und weil das Lesen eine Vorraussetzung zum mündigen Umgang mit Gottes Wort war, hat Luther schon 1524 die Verantwortlichen der Städte und Gemeinden aufgefordert Schulen einzurichten.

Wer Gottes Wort nicht lesen kann, kann es auch nicht tun. Wie viel lesen wir noch in Gottes Wort? Und wenn wir lesen, wie viel verstehen wir noch davon? Wie viel lesen wir überhaupt? Wann werden uns Texte zu schwierig? Und was ist dann unsere Reaktion?

Gott nahe kommen, sich ihm nahen kann man, wenn man Gottes Willen tut!

Luther war aus besagtem Grund die Alphabetisierung wichtig und uns sollte sie aus dem selben Grund wichtig sein. Wir sollten nicht nur lesen können, sondern auch verstehen können, was wir lesen. Lasst uns nicht aufgeben im Wort Gottes zu lesen, auch wenn es schwer zu verstehen ist, denn da lernen wir den Willen Gottes für uns kenen. Wenn wir ihn tun, indem wir an Jesu Seinen Sohn glauben, haben wir ungehinderten Zugang zu ihm.

Euer Eugen

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